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Vegane Beikost: Buchtipp für die vegane Ernährung von Babys (Werbung)

vegane Beikost Buchtipp Keller Gätjen

Endlich gibt es ein vernünftiges Buch zum Thema “vegane Beikost” – Dr.Markus Keller und Edith Gätjen sein Dank. Ich habe vom Ulmer Verlag ein Rezensionsexemplar bekommen und möchte euch das Buch genauer Vorstellen, da ich es sehr lesenswert finde.

Worum geht es in dem Buch?

Das Buch “vegane Ernährung*” beschäftigt sich nicht nur mit der veganen Beikost, sondern auch mit der veganen Ernährung von Schwangeren und stillenden Müttern, so dass eine optimale Versorgung des Babys bereits im Mutterleib und über die Muttermilch sichergestellt ist. Neben viel theoretischem Wissen gibt es auch einen großen Rezeptteil. Ich möchte mich in diesem Blogartikel aber nur mit der veganen Beikost beschäftigen, da dieses Thema alleine schon sehr komplex ist.

Das Buch ist sowohl für Fachpublikum, als auch für Mütter geeignet, die sich zum Thema vegane Ernährung weiterbilden möchten. Alle Sachverhalte werden verständlich erklärt, es gibt weiterführende Infos und – was ich besonders spannend finde – auch die Quellenangaben der Studien.

Bisher gab aus meiner Sicht kein fundiertes Buch oder anerkannte Studien zum Thema “vegane Beikost” mit einer positiven Empfehlung. Ganz im Gegenteil: Die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) spricht sich in ihren Empfehlungen gegen eine vegane Ernährung von Babys aus und empfiehlt eine vollwertige Ernährung mit allen Lebensmittelgruppen des Ernährungskreises. Auch in meiner Ausbildung zur Ernährungsberaterin habe ich gelernt, dass eine vegane Ernährung nicht für Schwangere, Stillende, Säuglinge und Kinder geeignet ist.

Dr. Markus Keller und Edith Gätjen gehen nun mit Ihrem Buch einen wie ich finde gewagten Schritt nach vorne und sagen: Ja, eine vegane Ernährung von Babys ist möglich, aber nur wenn man sich intensiv mit dem Thema beschäftigt und vor allem die Versorgung mit den kritischen Nährstoffen sicher gestellt ist!

“Kritische Nährstoffe” in der veganen Beikost

Es gibt bestimmte Nährstoffe, die in pflanzlichen Lebensmitteln gar nicht verfügbar sind oder schlechter vom Körper aufgenommen werden können und daher als kritisch in der veganen Ernährung gelten:

  • Proteine: Pflanzliches Eiweiß hat z.T. eine geringere biologische Wertigkeit  (je höher die biologische Wertigkeit, desto mehr körpereigenes Protein kann aufgebaut werden) als tierisches, daher müssen verschiedene pflanzliche Proteinquellen in den Mahlzeiten miteinander kombiniert werden, um die biologische Wertigkeit zu erhöhen. Beispiel: Auch im vegetarischen Mittagsbrei (der übrigens auch vegan ist) werden Kartoffeln mit Getreideflocken kombiniert, um die biologische Wertigkeit zu erhöhen.
  • Omega 3- Fettsäuren, insbesondere DHA: Die Docosahexaensäure kommt vorwiegend in Fisch vor, daher wird für die vegane Beikost neben Muttermilch als gute Quelle ein spezielles Leinöl, das mit DHA angereichert ist empfohlen.
  • Vitamin B12 und D: Dr.Markus Keller und Edith Gätjen empfehlen diese beiden Vitamin auch in der Beikostzeit in Form von Nahrungsergängzungsmitteln zu supplementieren.
  • Kalzium: Für die Zubereitung von veganer Beikost kann auf pflanzliche Kaliumquellen wie grünes Gemüse (Brokkoli), Nüsse, mit Kalzium angereicherte Pflanzenmilch und kalziumreiches Mineralwasser zurück gegriffen werden.
  •  Eisen: Gute Eisenquellen sind Hirse, Hafer, Mandelmus, Vollkornprodukte.
  • Jod: Jod ist übrigens auch bei der vollwertigen Mischkost ein kritischer Nährstoff. Er kommt vor allem in tierischen Lebensmitteln wie Milch und Fisch vor oder auch in jodiertem Speisesalz. Da auch letzteres in der Beikost nicht erwünscht ist, kann Jod in Form von Meeresalgen, wie z.B. Nori-Flocken, die dem Babybrei zugefügt werden, auf Babys Speiseplan aufgenommen werden.

Das Buch gibt außerdem viele gute Tipps wie die Aufnahme von diesen einzelnen Nährstoffen verbessert werden kann (z.B. durch einweichen, kochen, pürieren, etc. ) und welche Kombinationen auf dem Speiseplan die Aufnahme hemmen. Diese Tipps möchte ich im einzelnen hier nicht darstellen, denn sonst müsste sich ja keiner mehr dieses tolle Buch kaufen ;-)  Das könnt ihr übrigen hier machen:


Vegane Ernährung. Schwangerschaft, Stillzeit und Beikost: Mutter und Kind gut versorgt*

Fazit zum Buch “Vegane Ernährung”

Ein tolles Nachschlagewerk mit viel theoretischem Wissen, das auch für “Mischkost-Mütter” sehr interessant ist, da es ein breites Basiswissen für gesunde Ernährung bietet und beispielsweise auch viele Tipps für Lebensmittel und den Einkauf sowie die richtige Lagerung bietet. Dennoch fehlt mir persönlich etwas der Praxisbezug und die konkreten Angaben: Wie viel kalziumhaltiges Mineralwasser oder Pflanzenmilch sollte man in den Beikostplan einbauen um die Kalziumzufuhr sicher zu stellen? Wie viel Jod braucht mein Baby? Welche Nahrungsergänzungsmittel für Vitamin B12 und D sind für Babys mit veganer Beikost geeignet? Für mich ist das Buch daher eine gute Basis für die vegane Beikostzeit, ersetzt aber nicht die Beratung mit einem auf vegane Ernährung spezialisierten Ernährungsberater, der all diese Fragen im Detail beantworten kann.


Vielen Dank an den Ulmer Verlage für die Bereitstellung des Rezensions-Exemplares. Da ich dieses kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen habe, ist dieser Beitrag als Werbung gekennzeichnet. Für die Veröffentlichung des Beitrags habe ich kein Geld erhalten.

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