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10 „Must-Haves“: Dieses Zubehör brauchst du für den Beikost-Start

Must Haves Zubehör Babybrei

Produkte rund um die Beikost und Zubereitung von Babybrei gibt es fast so viele „Sand am Meer“ und es ist oft schwer, den Durchblick zu behalten, was man wirklich braucht und was eher nicht. Daher möchte ich dir heute aus meiner Erfahrung verraten, welche 10 Must-Haves du für die Zeit der Beikost wirklich benötigst:

  1. Pürierstab
  2. Breilöffel
  3. Lätzchen
  4. Beikostbehälter
  5. Trinklernflasche
  6. Waschbare Stoffservietten oder Küchenpapier
  7. Gallseife
  8. Mitwachsender Kinderhochstuhl
  9. Babygeschirr
  10. Thermobehälter

Hinweis: Der Beitrag wurde zuletzt im Februar 2021 überarbeitet, um einige nachhaltige Alternativen zu „Plastikpordukten“ mit in die Empfehlungen aufzunehmen.

1. Pürierstab – Ohne geht es nicht

Ein guter Pürierstab* ist wahrscheinlich das wichtigste Must-Have für die Beikostzeit, da du ihn eigentlich für alle Breiarten brauchst, egal ob Mittagsbrei, Nachmittagsbrei oder Abendbrei. Ein Pürierstab mit einem Edelstahlschaft ist robuster als einer aus Plastik und verfärbt sich auch nicht so schnell. Er sollte leistungsstark sein und mindestens 600 Watt haben.

Eine gute Alternative zu einem Pürierstab kann ein spezieller Baby-Dampfgarer sein, z. B. von der Firma Philips Avent*. Das Gemüse/Obst wird hier schonen gedämpft und kann direkt mit dem gleichen Gerät püriert werden.

Allerdings sind solche Geräte recht teuer und können nur für einen kurzen Zeitraum genutzt werden. Ein guter Pürierstab kann hingegen auch in der Familienküche noch endlos lange verwendet werden.

Den Avent 4-in-1 Dampfgarer habe ich übrigens hier für dich getestet.

2. Breilöffel: Einfach ist völlig ausreichend

Der ideale Babylöffel ist nur wenig gewölbt und eher schmal, sodass er gut in den Mund deines Babys passt. Plastiklöffel haben den Vorteil, dass sie die Temperatur von etwas Warmem oder Kaltem nicht annehmen, denn sie haben also immer die gleiche, angenehme Temperatur. Ein weiterer Vorteil der Plastiklöffel ist, dass sie nicht wehtun, wenn du beim Füttern aus Versehen an die Zähne oder die Kauleisten deines Babys kommst.

Mittlerweile gibt es auch Plastiklöffel, die die Temperatur des Breis anzeigen. Ich persönlich finde dies überflüssig, da du die Temperatur leicht auch ohne speziellen Löffel herausfinden kannst: Einfach etwas von dem Brei auf den Handrücken geben, ähnlich wie bei der Zubereitung von Pre-Milch – der Brei sollte dort nicht zu heiß, sondern angenehm lauwarm sein.

Mich haben die Babylöffel aus 100 % nachwachsenden Rohstoffen von HOLLE* sehr überzeugt: Sie sind von guter Qualität, schonend für die Umwelt und liegen prima in der Hand und im Mund.

Natürlich kannst du aber auch normale Edelstahl-Löffel zum Füttern von Brei verwenden, wenn du komplett auf Plastik verzichten möchtest. In diesem Bereich haben viele Hersteller in der letzten Zeit ebenfalls nachgerüstet, so gibt es z. B. von WMF auch einen extra Babylöffel aus Edelstahl*:

3. Lätzchen

Für Babys ist ein Lätzchen beim Beikoststart definitiv ein „Must-Have“, denn gerade am Anfang geht noch ganz schön viel Brei daneben.

Es gibt zwei verschiedene Arten von Lätzchen: Zum einen die aus Baumwolle*: Diese Lätzchen haben den Vorteil, dass sie schön saugfähig sind und man sie meistens bei 60° in der Waschmaschine waschen kann:

Zum anderen gibt es noch Lätzchen aus Silikon*, diese sind fix von Hand abwaschbar und trocken schnell, sind aber nicht so saugfähig:

Tipps für den Kauf: Beim Kauf der Lätzchen solltest du außerdem noch darauf achten, dass sie groß genug sind. Wichtig ist ebenfalls, welchen Verschluss du lieber für die Lätzchen magst: Babys, die sich nicht gerne anziehen lassen, werden mehr Freude an einem Lätzchen mit Klettverschluss haben. Es gibt aber auch Lätzchen, die sich einfach über den Kopf ziehen lassen und daher von den Kleinen nicht wieder selbst ausgezogen werden können.

4. Beikostbehälter zur Aufbewahrung

Babybrei kann man sehr gut auf Vorrat kochen und einfrieren. Dazu sind kleine Beikostbehälter super geeignet, die du je nach Marke auch direkt zum Erwärmen im Wasserbad oder der Mikrowelle nutzen kannst. 

Zum Einfrieren für den Beikoststart kannst du zum Beispiel auch Eiswürfelbehälter* nutzen, da dein Baby anfangs nur wenige Löffel Gemüsebrei isst. Auch diese gibt es mittlerweile aus Edelstahl*, falls du auf Glas verzichten möchtest.

Größere Portionen Babybrei (etwa 75ml) lassen sich mit Gefrierbehältern aus Silikon* einfrieren. Sie haben durch das weiche Silikon den Vorteil, dass der gefrorene Babybrei ganz leicht wieder aus der Form gelöst werden kann:

Werden die Breiportionen dann nach einiger Zeit größer, kannst du den Babybrei prima in speziellen Beikost-Dosen wie z.B. von der Firma Nuby* oder von Philips Avent* einfrieren:

Nuby Breischalen

Natürlich kannst du für eine plastikfreie Alternative den Babybrei genauso gut in Schraubgläsern (z.B. alte Marmeladengläser) oder anderen Glasbehältern wie z.B. „Weckgläsern“* einfrieren. Achte hier bitte nur darauf, den Brei nicht randvoll einzufüllen, sondern etwas Platz zu lassen, sonst platzt das Glas. Außerdem empfehle ich dir bei Schraubgläsern darauf zu achten, dass im Deckel der „blaue Ring“ sichtbar ist – an ihm erkennst du Deckel ohne schädlicher Weichmacher.

5. Trinklernflasche: Wasser marsch!

Mit Beginn der Beikosteinführung (spätestens mit Einführung des Nachmittagsbreis) sollte dein Baby nun auch immer etwas zu trinken bekommen. Für den Anfang sind sogenannte Trinklernflaschen gut geeignet. Sie haben ein spezielles Mundstück, seitliche Haltegriffe, sowie einen Rücklaufschutz und verhindern so, dass das Wasser einfach so aus der Flasche läuft.

Trinklernflaschen gibt es zum Beispiel von der Firma NUK*.

Diese gibt es mittlerweile ebenfalls in einer Edelstahl-Variante*, wenn du auf Plastik verzichten möchtest:

Weitere Tipps zum Thema „trinken“, sowie Empfehlungen für erste Trinkgläser, die ebenfalls zum Trinken lernen geeignet sind, findest du übrigens hier: Wie viel sollte mein Baby trinken

6. Waschbare Stoffservietten oder Küchenpapier für schnelle Hilfe

Wie anfangs schon erwähnt, geht gerade beim Beikoststart so einiges daneben, da die Kleinen das Breiessen ja erst lernen müssen. Daher ein einfacher, aber guter Tipp: Eine waschbare Stoffserviette* oder ein Rolle mit Küchenpapier (weniger nachhaltig) bzw. Box mit Kosmetiktüchern daneben stellen – so kann man kleine Breiunfälle schnell wegwischen.

Ich habe mir übrigens aus alten Stoffresten einfach ganz schnell und einfach mit der Nähmaschine kleine Stoffservietten selbst genäht.

Oder für eine weitere nachhaltige Variante einfach einen feuchten Waschlappen bereithalten, danke an eine Leserin für diesen Tipp!

7. Gallseife macht weiße Bodys wieder weiß

Das nächste Must-Have ist ein genauso einfacher Tipp, aber total wirksam bei verschmutzter Babykleidung: Gallseife! Diese bekommt man in jedem Drogeriemarkt oder auch im Supermarkt, sowohl als richtiges Seifenstück, aber auch schon in flüssiger Form.

Ich empfehle letzteres, da die flüssige Gallseife bereits mit einem Bürstchen vorne dran ausgestattet ist und ihr die Gallseife so schnell und einfach auf dem Fleck auftragen könnt. Anschließend einfach 5-10 Minuten einwirken lassen und normal waschen! Wenn dann draußen noch die Sonne scheint, die weiße Wäsche einfach in die Sonne hängen – die Sonne bleicht dann auch die letzten Fleckenreste aus.

Auch bei „Gallseife“ gibt es mittlerweile eine nachhaltige und sogar vegane Alternative von der Firma Frosch*:

8. Mitwachsender Kinderhochstuhl: Eine Investition für die nächsten Jahre

Ein Kinderhochstuhl ist eine wichtige, aber nicht ganz preisgünstige Anschaffung, zumindest wenn man einen mitwachsenden Kinder-Hochstuhl kaufen möchte. Dieser kann später zu einem normalen Stuhl für den Esstisch umgebaut werden, sodass dein Kind diesen bis ins Schulalter nutzen kann.

Mein Sohn beispielsweise ist inzwischen schon 6 Jahre alt, nutzt seinen umgebauten Stuhl aber immer noch gerne am Esstisch. Unser Stuhl heißt „Leander“:

Solche „mitwachsenden“ Hochstühle gibt es z.B. auch von „Stocke Tripp Trapp“* oder etwas preisgünstiger auch von der Firm Hauck*:

Hinweis: Babys sollten erst für längere Zeit alleine in einem Hochstuhl sitzen, wenn sie auch wirklich von allein und frei sitzen können, so lautet die allgemeine Empfehlung. Gerade am Anfang der Beikost ist es sinnvoll, das Kind einfach auf dem Schoß zu nehmen und mit dem „Schalengriff“ zu stützen. Aber auch diese Position bitte nicht zu lange halten.

9. Babygeschirr: Schön und funktional soll es sein

Das Auge isst ja bekanntlich mit – so ist es auch bei Babys. Was ansprechend aussieht, wir auch gerne probiert. Und mal ehrlich, uns Eltern macht es doch auch Spaß, den liebevoll selbst gekochten Brei in schönem Babygeschirr zu servieren.

Leider schneidet Geschirr aus Melamin und Bambus in den letzten Jahren immer wieder schlecht in diversen Tests ab, da dort u.a. Weichmacher und krebserregende Stoffe enthalten sind (mehr Infos findest du hier).

Daher empfehle ich an dieser Stelle nur noch Kindergeschirr aus Silikon, Edelstahl oder Porzellan – auch wenn bei Porzellan natürlich immer das Risiko besteht, dass etwas zu Bruch geht. Aber die Gesundheit unserer Kinder ist meiner Meinung nach hier wichtiger.

Besonders gut gefällt mir dieses Set aus Porzellan mit tollen neutralen Motiven von der Firma „Lässig“*, das Dank Silikonring auch noch rutschfest ist.

Diese Kinderteller aus Silikon bzw. diese Essmatte kannst du nicht nur für Babybrei, sondern darüber hinaus auch für Snacks und später für das Essen am Familientisch verwenden:

10. Thermobehälter

Für mich definitiv auch ein Must-Have in der Beikostzeit ist ein Thermobehälter*. Er ist für kleinere Ausflüge, wie zum Beispiel Wanderungen, super geeignet, also immer dann, wenn man nicht die Möglichkeit hat, den mitgebrachten Babybrei schnell irgendwo zu erwärmen. Du kannst darin z.B. auch hervorragend heißes Wasser oder heiße Milch für die Zubereitung des Abendbreis mitnehmen.

Welches sind deine Must-Haves für den Beikoststart? Ich freue mich auf deine Kommentare dazu – dann werden aus 10 Must-Haves, vielleicht bald 11 oder 12 oder …


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7 Kommentare

  • antworten
    Tuğba
    5. Dezember 2016 at 10:44

    Hallo Natalie. Danke für die 10 must-haves liste. Sehr informativ.

  • antworten
    LiWa
    22. März 2017 at 12:56

    Hallo,
    Hast du die Saugnapf-Schüssel aus Bambus selber getestet? Mein „Kleiner“ (10 Monate) möchte sich sein Essen jetzt nur noch selber nehmen und ist am zufriedensten, wenn etwas vor ihm auf dem Tisch liegt. Würde aber lieber einen Teller nehmen, den kippt er nur leider aus … Hält der Saugnapf?
    Liebe Grüße

    • antworten
      Natalie
      23. März 2017 at 8:15

      Hallo Liane,

      es kommt ehrlich gesagt darauf an, wie die Oberfläche eures Tisches ist. Bei uns hat er auf jeden Fall gehalten, aber es gibt auch Oberfläche auf denen es angeblich nicht so gut hält…

      Viele Grüße
      Natalie

      • antworten
        Christine
        20. September 2019 at 23:04

        Hallo Liane,
        Bei mir hält die Schüssel recht gut am Tisch, der Löffel ist jedoch sehr breit. Zu breit noch für den kleinen Mund.

        Viele Grüße
        Christine

  • antworten
    Adriana
    4. April 2019 at 19:04

    Liebe Natalie,
    Vielen Dank für die Infos!
    Dein Blog ist TOP!!
    Liebe Grüße,
    Adriana

    • antworten
      Theresia Hennekes
      1. April 2021 at 19:22

      Hallo liebe Natalie,
      Ich binde meiner Kleinen einfach eine Mullwindeln um, die schützt die Kleidung großflächig, ist recht saugfähig, kann auch gleich noch zum abwischen verwendet werden und kann in die heiße Wäsche.
      Theresia

      • antworten
        Natalie
        6. April 2021 at 9:18

        Hallo Theresia,

        danke für den Tipp, gute Idee :-)

        Viele Grüße
        Natalie

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