babybrei-rezepte_bild

Beikost einführen – für Babys ab dem 5.Monat

Alle Eltern stehen irgendwann vor dem Punkt, an dem mit der Beikost begonnen werden kann oder sollte (frühestens ab dem 5. Monat, spätestens bis zum 7. Monat). Es kommen viele Fragen zum Thema “Beikost einführen” auf und damit auch eine große Unsicherheit, schließlich hat euer Baby die ersten vier bis sechs Monate nur Milch bekommen. In der Regel gibt es bei der “Milch” keinen großen Spielraum: Muttermilch, Säuglingsmilch oder eine Kombination aus beidem.

Die “Beikost” scheint schon wesentlich komplexer und zu Beginn sehr kompliziert zu sein. Die Beikostrezepte und Tipps für Babyernährung auf dieser Seite zeigen, dass dies nicht so sein muss: Wer gut informiert ist, wird schon bald merken, dass Babybrei selber machen gar nicht so schwierig ist und es wirklich Spass macht, die Kleinen auf dem Weg zu richtigem und vor allem gesunden Essen zu begleiten.


Inhalte dieser Seite:


Ab wann ist Beikost geeignet?

  • Als grober Anhaltspunkt dient das Alter des Babys: zwischen dem 5. und 7. Lebensmonat (also wenn es mindestens 4 Monate alt ist).
  • Es zeigt Interesse an eurer Nahrung und möchte sie sich selbständig in den Mund stecken.
  • Es kann mit Hilfe aufrecht sitzen und was sehr wichtig ist, den Kopf aufrecht halten.
  • Es schiebt die Nahrung nicht wieder mit der Zunge aus dem Mund heraus. 

(Im Zweifel bitte mit eurem Kinderarzt oder eurer Hebamme (oft der bessere Ansprechpartner)  sprechen, ob euer Baby schon reif für Beikost ist.)

Wichtig: Es kann sein, dass euer Baby schon viele oder alle “Beikost-Anzeichen” macht, aber trotzdem noch keinen Brei essen möchte. Hier gilt: Weniger ist mehr – bitte euer Baby zu nichts “zwingen” und einfach noch einmal eine Pause machen. Vielleicht klappt es ja in ein paar Tagen schon besser, bis dahin ist euer Baby mit der Mutter- oder Säuglingsmilch bestens versorgt…

Der Beikostplan  

Wie auf der Grafik für den Beikostplan zu sehen ist, wird folgende Vorgehensweise bei der Einführung von Beikost empfohlen:

ab dem 5. Monat: Start mit dem Mittagsbrei aus Gemüse,Kartoffel und Fleisch oder vegetarisch mit Getreideflocken

ab dem 6. Monat: Abendbrei aus Milch und Getreideflocken (=Milch-Getreidebrei)

ab dem 7. Monat: Nachmittagsbrei aus Getreide und Obst (=Getreide-Obstbrei)

Beikost Plan Baby

Ihr könnt den Beikost-Plan hier noch einmal ausdrucken: Beikostplan als PDF-Datei  (kostenlos)

Hinweis: Das sind nur “Empfehlungen”, jedes Kind is(s)t anders und dieser Plan ist kein “Muss”!


Das eBook mit allen Infos zum Thema “Babybrei” und über 60 Rezepten!

teaser ebook

Weitere Infos zum eBook*


Aller Anfang ist schwer: Der Mittagsbrei ab dem 5.Monat

Am wichtigsten ist es, dass ihr euch als Eltern genug Zeit für das Thema “Beikost einführen”nehmt und diese Zeit auch eurem Kind gebt, denn aller Anfang ist schwer. Das Essen mit dem Löffel ist völlig neu und muss erst gelernt werden. Gleichzeitig kommt eine neue Konsistenz und ein neuer Geschmack hinzu, denn euer Baby kennt ja bisher nur die flüssige Milch, die es nicht mit der Zunge im Mund nach hinten transportieren musste. Steht also in einer Woche der große Familienurlaub bevor, solltet ihr überlegen die Beikosteinführung noch einmal zu verschieben, um euch und eurem Baby genug Ruhe dafür zu gönnen.

In der Regel wird laut Beikostplan mit dem Mittagsbrei gestartet. Er liefert wichtiges Eisen, da der Eisenvorrat aus dem Mutterleib mit etwa sechs Monaten aufgebraucht ist:

1. Woche: Gemüsebrei 

Zu Beginn ist ein reiner Gemüsebrei, z. B. aus Karotten oder Pastinaken ideal. Das Rezept sowie Tipps zum Einfrieren kleiner Breimengen gibt es hier

2. Woche: Gemüse-Kartoffelbrei

Verträgt euer Baby diesen Brei gut, könnt ihr nach etwa einer Woche beginnen, Kartoffeln und etwas Öl unter den Gemüsebrei zu mischen: Rezept Gemüse-Kartoffel-Brei.

3. Woche: Gemüse-Kartoffel-Fleischbrei oder Gemüse-Kartoffel-Getreidebrei

Nach einer weiteren Woche kann dann das komplette Mittagsmenü aus Gemüse, Kartoffeln und Fleisch oder Getreide eingeführt werden. Das Grundrezept für den Gemüse-Kartoffel-Fleischbrei sowie den vegetarischen Mittagsbrei und weitere Tipps und Hinweise gibt es hier.

Es wird empfohlen, bis der komplette Mittagsbrei eingeführt ist bei einer Gemüsesorte zu bleiben. Wie immer sind dies aber nur Empfehlungen und ihr solltet auf euer Bauchgefühl hören. Bekommt euer Baby beispielsweise nach einigen Tagen Karottenbrei Probleme mit dem Stuhlgang, kann ein anderer Gemüsebrei, z. B. aus Zucchini oder Pastinaken ausprobiert werden. Bei dieser Empfehlung geht es lediglich darum, dass nicht jeden Tag ein neues Gemüse eingeführt wird (das gilt später allgemein für alle neuen Lebensmittel). Dadurch hat euer Kind die Möglichkeit sich an den Geschmack zu gewöhnen und mögliche Unverträglichkeiten können besser erkannt werden.

Nach diesen drei Wochen können weitere neue Gemüsesorten ausprobiert werden. Einige Rezeptideen gibt es auf der Rezeptseite.

Der Abendbrei oder auch Milch-Getreidebrei ab dem 6. Monat

Der Mittagsbrei aus Gemüse-Kartoffel-Fleisch bzw. Getreide sollte etwa vier Wochen gefüttert werden, bevor die nächste “Milchmahlzeit” durch den Abendbrei ersetzt wird. Er besteht aus Vollmilch, Getreide und etwas Obst. Die genaue Zubereitung gibt es hier: Grundrezept Baby-Abendbrei. Wer noch keine Kuhmilch füttern möchte, kann auch Pre-Milch nehmen. 

Der Nachmittagsbrei oder auch Getreide-Obstbrei ab dem 7. Monat

Nach weiteren vier Wochen wird dann als letzter Brei der Getreide-Obstbrei am Nachmittag eingeführt. Er besteht nur aus Getreideflocken, Wasser und Obst. Das Rezept für den Nachmittagsbrei sowie weitere Ideen für mehr Abwechslung gibt es auf der Rezeptseite für Nachmittags-Babybrei.

Was sollte mein Kind nun zusätzlich zu trinken bekommen?

Bitte lest dazu den ausführlichen Blogartikel zum Thema “Wie viel Wasser sollte mein Baby trinken?

Häufige Fragen zum Thema “Beikost einführen”

Die wichtigsten Fragen zum Thema Inhaltsstoffe, Zubereitung und auch Aufbewahrung von selbst gemachtem Babybrei gibt es hier für euch zusammen gefasst.

Weiteres Informationsmaterial

Auf der Website des aid findet ihr den Flyer “Das Beste Essen für Babys” gratis zum Download, er enthält viele Infos und Tipps der Initiative “Gesund ins Leben”.

Habt ihr noch weitere Fragen zum Thema “Beikost einführen”? Bitte hinterlasst einfach einen Kommentar auf dieser Seite.

 

Kommentare

  1. Hinterlasse einen Kommentar

    Christian
    24. Juli 2016

    Hallo, wie schaut es mit Frühstücksbrei aus? Und wir kochen den Mittagsbrei selber unsere Kinderärztin sagte beim Obstgläßchen und Abendbrei kann man ruhig auf die gekauften Produkte zurück greifen wie sehen Sie das?

    • Hinterlasse einen Kommentar

      Natalie
      24. Juli 2016

      Hallo Christian,
      Obstgläschen finde ich eine gute Alternative. Nachmittagsbrei und Abendbrei würde ich persönlich auch wenn es geht selber machen, da das wirklich schnell geht und auch preisgünstig ist. Instant-Brei ist mir zu sehr verarbeitet und die fertigen Breie haben oft Zucker oder Aromastoffe zugesetzt. Natürlich habe ich ab und an mal auf diese Instant-Flocken zurück gegriffen, da sie praktisch sind, wenn man z.b. unterwegs ist und nur heißes Wasser dazu geben musst… Das ist aber nur meine persönliche Meinung dazu ?

  2. Hinterlasse einen Kommentar

    Marion
    29. November 2016

    Hallo,
    Echt super alles beschrieben hier ???
    Eine Frage habe ich dann doch noch.
    Habe diesen Sonntag die Beikost zu Mittag bei meinem Kleinen (5,5 Monate) eingeführt und er ist richtig begeistert vom selbstgemachten Kürbisbrei.
    Ich dachte eigentlich, dass er am Anfang nur ein paar Löfferl nehmen wird aber irgendwie hört er von selbst nicht auf und danach soll man ja zu Beginn auch noch zusätzlich das gewohnte Flascherl füttern.
    Heute am 3. Tag waren es sicher über 10 Löfferl und er hat immer noch nicht gezeigt das es ihm reicht oder so. Habe dann aber aufgehört und ihm die gewohnte Flasche noch gegeben.

    Meine Frage/n:
    Wie lange muss man eigentlich die Flasche danach noch geben?
    Wie viele Löffel sollte er in den ersten Wochen essen?
    Wenn dann die Mittagsflasche komplett weg ist, wie viel Gramm isst dann eigentlich ein kleines Kind damit es so richtig bis zur nächsten Flasche satt ist?

    Danke schon mal im Vorhinein für die Antwort ?

    Lg Marion

    • Hinterlasse einen Kommentar

      Natalie
      29. November 2016

      Hallo Marion,

      vielen Dank für deine Nachricht. Das ist toll, dass es deinem Kleinen so gut schmeckt.
      Zu deinen Fragen:
      Genaue Mengenangaben sind schwierig zu sagen, da jedes Kind anders is(s)t. Ich würde dir raten einfach auf dein Bauchgefühl zu hören, so wie du es heute auch gemacht hast.
      Am Anfang sind es meist so 3-4 Löffelelchen, aber es gibt eben auch Babys, die gleich mehr essen! Ich persönlich habe es bei meinem Sohn auch so gehandhabt, dass ich am Anfang bei der Beikosteinführung nur ein paar Löffel gegeben habe und dann hinterher noch Milch. Schließlich muss sich der Organismus und auch die Verdauung der Kleinen erst daran gewöhnen. Manchmal wissen sie auch einfach noch nicht, wie viel gut für sie ist und dann kommmt hinterher alles wieder raus, weil es doch zu viel für den Magen war 🙂
      Ich würde dir empfehlen die Menge einfach täglich ein bisschen zu steigern. Es kann aber auch sein, dass es ihm von Anfang an super bekommt und er keine Probleme hat und du direkt mehr füttern kannst, das musst du einfach ausprobieren. Nach etwa einer Woche kannst du dann die Kartoffel und etwas Öl mitdazu mischen.
      Die Flasche solltest du dann direkt im Anschluss nicht mehr geben, wenn er von der gegessenen Menge Brei satt und zufrieden ist. Meistens ist das erst beim kompletten “Mittagsmenü” der Fall, es gibt aber hier Ausnahmen und bei manchen Babys ist es schon beim Kartoffel-Gemüsebrei der Fall, so dass sie direkt danach (sondern ggf. erst etwas später) keine Milch mehr brauchen.
      Die Frage wie viel Brei ein Kind isst, wenn die Flasche weg ist, ist ähnlich schwierig zu beantworten 🙂 Normalerweise sagt man so etwa 190g +/-, das ist die Menge die ungefähr rauskommt wenn man sich an das Grundrezept hält. Das entspricht auch in etwas dem was in den Breigläschen drin ist. Später im Alter ab 9/10 Monaten kann es dann auch mehr werden…

Hinterlasse einen Kommentar

Diese HTML-Tags können benutzt werden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>