Blog

Was darf mein Baby essen und was nicht?

was darf mein baby essen

Die meisten Eltern, die ich kennen gelernt habe, sind sehr verunsichert, was ihr Baby im ersten Lebensjahr alles Essen darf und was nicht: Babys ab 6 Monaten dürfen prinzipiell alles essen und sollen auch alles probieren – jedoch gibt es drei große Ausnahmen, die wirklich “verboten” sind.

Welche Lebensmittel darf mein Baby im ersten Lebensjahr nicht essen, weil sie “verboten” sind?

  • HONIG und AHORNSIRUP: Dieser kann das Bakterium Clostridium botulinum enthalten, das zum sogenannten Säuglingsbotulismus führen kann, bei dem alle Muskeln des Babys gelähmt werden. Weitere Informationen dazu gibt es zum Beispiel bei der Landesärztekammer Baden-Württemberg. Du solltest daher im ersten Lebensjahr unbedingt auf Honig und Ahornsirup verzichten. Auch beim Backen und Kochen bitte auf Alternativen zurück greifen, da die Bakterien dadurch nicht zerstört werden.
  • NÜSSE: Weiterhin solltest du deinem Baby und Kleinkind keine ganze Nüsse geben. Diese können aufgrund der Größe zum Ersticken führen. Generell sagt man, dass Kinder daher bis 5 Jahren keine ganzen Nüsse zum Essen bekommen sollten. Liegt keine Allergie gegen Nüsse vor, spricht aber nichts dagegen, deinem Baby oder Kleinkind gemahlene Nüsse oder Nussmus zu geben, z. B. im Müsli, Babybrei in Keksen oder als Brotaufstrich. Ganz im Gegenteil – Nüsse sind wichtig Nährstofflieferanten und sollten daher in jedem Fall auf den Speiseplan.
  • ROHE TIERISCHE PRODUKTE: Bitte im ersten Lebensjahr keine rohen tierischen Produkte anbieten. Dazu zählt auch: Salami, roher Schinken, weich gekochte Eier, Mett, usw. Rohes Fleisch, wie Mett, sollte ebenfalls bis zum 5. Lebensjahr gemieden werden (weitere Infos hier).
    Erhitze Salami oder Schinkenprodukte sind hingegen unbedenklich, sollten aber wegen dem hohen Salz- und Nitratgehalt nicht zu häufig konsumiert werden.
    Durchgegarte Eier sind übrigens erlaubt (Empfehlung ab etwa 8-9 Monaten, 1-2 pro Woche).

Welche Lebensmittel sind im ersten Lebensjahr nicht empfohlen oder erst ab einem gewissen Alter?

Manche Gemüsesorten sind erst ab einem gewissen Alter empfohlen (siehe Infografik “Welches Gemüse für Babybrei?“), jedoch geht es hier mehr darum, dass z. B. Rosenkohl einfach schwer verdaulich ist und daher erst ab dem 9. Monat empfohlen wird, es aber auch nicht gefährlich für ein Baby ist, Rosenkohl schon ab dem 7. Monat zu essen, wenn es dies mag und gut verträgt.

Ähnlich verhält es sich mit dem Thema Zucker und auch Salz: Es wird empfohlen im erstens Lebensjahr völlig auf zugesetzten Zucker zu verzichten. Die Süße von Früchten ist für Babys nämlich noch völlig ausreichend. Auch auf  Salz sollte verzichtet werden, da es in großen Menge schädlich für die Nieren von Babys ist und einen späteren Bluthochdruck begünstigen kann. Daher sollte Babybrei auch nicht gesalzen werden, auch wenn er für uns Erwachsene oft “fad” schmeckt. Weitere Infos zum Thema Salz und wie viel erlaubt ist, findest du in diesem Artikel.
Durch den Verzicht von Salz und Zucker können die Kleinen so den natürlichen Geschmack von Essen kennen lernen und gewöhnen sich nicht schon zu früh an zu süßes oder zu salziges Essen.


NEU: Über 45 Rezepte für gesunde Snacks!

eBook Snacks Baby


Pseudogetreide: Quinoa und Amaranth zählen zum Pseudogetreide. Sie enthalten u.a. Gerbstoffe, die die Aufnahme von Mineralstoffen und Spurenelementen reduzieren können, was aber besonders für Babys und Kleinkinder sehr wichtig ist. Außerdem enthalten sie Saponine, also Bitterstoffe, die bei Kindern unter zwei Jahren zu Unverträglichkeiten führen können.

Kuhmilch, glutenhaltiges Getreide und Fisch im ersten Lebensjahr?

Die Empfehlung der DGE hierzu lautet: Aus Sicht der Allergieprävention – also zur Vorbeugung von Allergien – kann ein Baby (sofern keine Allergien vorliegen) ab Beikostreife auch kleine Mengen Kuhmilch (in verarbeiteter Form im Abendbrei) sowie glutenhaltiges Getreide und Fisch zu essen bekommen. So kann nachweislich späteren Allergien und Unverträglichkeiten vorgebeugt werden. Für weitere Tipps dazu kann ich auch die Webseite des Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft sehr empfehlen.

Der Speiseplan eures Babys sollte daher möglichst abwechslungsreich gestaltet werden. Viele Ideen und Rezept für Babybrei findest du auch im eBook:


DAS eBook mit über 120 Seiten und allem, was du zu “Babybrei” wissen musst

Teaser eBook Babybrei Unterseite

Folgende Beiträge könnten dir auch gefallen:

Bisher keine Kommentare zu diesem Beitrag

Kommentar hinterlassen