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Was darf mein Baby im 1. Lebensjahr essen und was nicht?

was darf mein baby essen

Die meisten Eltern, die ich kennen gelernt habe, sind sehr verunsichert, was ihr Baby im ersten Lebensjahr alles Essen darf und was nicht: Babys ab Beikostreife dürfen prinzipiell alles essen und sollen auch alles probieren – es gibt nur wenige Ausnahmen, die wirklich „verboten“ sind.

Welche Lebensmittel darf mein Baby im ersten Lebensjahr nicht essen, weil sie „verboten“ sind?

  • HONIG und AHORNSIRUP: Dieser kann das Bakterium Clostridium botulinum enthalten, das zum sogenannten Säuglingsbotulismus führen kann, bei dem alle Muskeln des Babys gelähmt werden. Du solltest daher im ersten Lebensjahr unbedingt auf Honig und Ahornsirup verzichten. Auch beim Backen und Kochen bitte auf Alternativen zurück greifen, da die Bakterien dadurch nicht zerstört werden.
  • KLEINE RUNDE BZW. SEHR HARTE LEBENSMITTEL, bei Ihnen besteht die Gefahr des Verschluckens mit Ersticken. Dazu zählen:
    • Ganze Nüsse und grob gehackte Nüsse: Liegt keine Allergie gegen Nüsse vor, spricht aber nichts dagegen, deinem Baby oder Kleinkind gemahlene Nüsse oder Nussmus im im Müsli, Babybrei in Keksen oder als Brotaufstrich. Ganz im Gegenteil – Nüsse sind wichtige Nährstofflieferanten und sollten daher in jedem Fall auf den Speiseplan.
    • Vorsicht auch bei kleinem, runden („prallelastischem“) Obst wie Heidelbeeren oder Trauben. Diese am besten längs halbieren oder vierteln.
    • Ebenso besteht die Gefahr bei hartem Obst und Gemüse wie Karotten oder Äpfeln, das roh und in größeren Stücken angeboten wird. Roh und geraspelt oder gedünstet ist beides hingegen kein Problem.
  • ROHE TIERISCHE PRODUKTE: Bitte im ersten Lebensjahr keine rohen tierischen Produkte anbieten. Dazu zählt auch: Salami, roher Schinken, weich gekochte Eier, Mett, usw. Rohes Fleisch, wie Mett, sollte ebenfalls bis zum 5. Lebensjahr gemieden werden (weitere Infos hier).
    Erhitze Salami oder Schinkenprodukte sind hingegen unbedenklich, sollten aber wegen dem hohen Salz- und Nitratgehalt nicht zu häufig konsumiert werden.
    Durchgegarte Eier sind übrigens erlaubt (Empfehlung ab etwa 8-9 Monaten, 1-2 pro Woche).

Welche Lebensmittel sind im ersten Lebensjahr nicht empfohlen oder erst ab einem gewissen Alter?

Manche Gemüsesorten sind erst ab einem gewissen Alter empfohlen (siehe Infografik „Welches Gemüse für Babybrei?„), jedoch geht es hier mehr darum, dass z. B. Rosenkohl einfach schwer verdaulich ist und daher erst ab dem 9. Monat empfohlen wird, es aber auch nicht gefährlich für ein Baby ist, Rosenkohl schon ab dem 7. Monat zu essen, wenn es dies mag und gut verträgt.

Ähnlich verhält es sich mit dem Thema Zucker und auch Salz: Es wird empfohlen im erstens Lebensjahr völlig auf zugesetzten Zucker zu verzichten. Die Süße von Früchten ist für Babys nämlich noch völlig ausreichend. Auch auf  Salz sollte verzichtet werden, da es in großen Menge schädlich für die Nieren von Babys ist und einen späteren Bluthochdruck begünstigen kann. Daher sollte Babybrei auch nicht gesalzen werden, auch wenn er für uns Erwachsene oft „fad“ schmeckt. Weitere Infos zum Thema Salz und wie viel erlaubt ist, findest du in diesem Artikel.


Durch den Verzicht von Salz und Zucker können die Kleinen so den natürlichen Geschmack von Essen kennen lernen und gewöhnen sich nicht schon zu früh an zu süßes oder zu salziges Essen.


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Pseudogetreide: Quinoa und Amaranth zählen zum Pseudogetreide. Sie enthalten u.a. Gerbstoffe, die die Aufnahme von Mineralstoffen und Spurenelementen reduzieren können, was aber besonders für Babys und Kleinkinder sehr wichtig ist. Außerdem enthalten sie Saponine, also Bitterstoffe, die bei Kindern unter zwei Jahren zu Unverträglichkeiten führen können.

Kuhmilch, glutenhaltiges Getreide und Fisch im ersten Lebensjahr?

Die Empfehlung der DGE hierzu lautet: Aus Sicht der Allergieprävention – also zur Vorbeugung von Allergien – kann ein Baby (sofern keine Allergien vorliegen) ab Beikostreife auch kleine Mengen Kuhmilch (in verarbeiteter Form bis zu 200 ml im Abendbrei) sowie glutenhaltiges Getreide und Fisch zu essen bekommen. So kann nachweislich späteren Allergien und Unverträglichkeiten vorgebeugt werden. Für weitere Tipps dazu kann ich auch die Webseite des Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft sehr empfehlen.

Der Speiseplan deines Babys sollte daher möglichst abwechslungsreich und bunt gestaltet werden. Viele Ideen und Rezept für Babybrei findest du auch in meinem eBook „Babybrei selber machen“:


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2 Kommentare

  • antworten
    Kerstin
    19. Mai 2020 at 7:48

    Hallo, mein sohn ist jetzt ca. 9 1/2 monate alt und ein richtig guter esser. Hin und wieder bekommt er mal zu mittag ein gläschen, da ist schon zwiebel ect. enthalten..

    Wann kann ich was bei meiner selbstgemachten kost für ihn dazugeben. Habe bis jetzt komplett auf gewürze, zwiebel, tomaten passiert ect. verzichtet..

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