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Frühstück für Kleinkinder

Frühstück für Kleinkinder

Bei der Umstellung zur Familienkost ist das Frühstück häufig die erste Mahlzeit, bei der Brei durch „richtiges“ Essen vom gemeinsamen Familientisch ersetzt wird. Im Folgenden möchte ich dir ein paar Ideen für ein gesundes Frühstück für Kleinkinder geben und freue mich auf deine Kommentare und weiteren Anregungen zu diesem Thema!

Was sollte ein Kleinkind zum Frühstück essen?

Im Prinzip unterscheidet sich das Frühstück für Kleinkinder nicht von einem gesunden Frühstück eines Erwachsenen: Die Basis bilden Kohlenhydrate, also zum Beispiel ein belegtes Vollkornbrot, etwas Obst oder Gemüse und ein Glas (pflanzliche) Milch oder Tee. Gut geeignet ist auch ein Müsli mit (pflanzlicher) Milch oder Joghurt und frischem Obst.

Welches Brot ist geeignet?

Beim Brot sollte man am besten fein gemahlenes Vollkornbrot nehmen, es ist gesund und lässt sich gut kauen. Körner und Nüsse sind noch zu gefährlich, da sich Kleinkinder daran verschlucken können. Wenn du gerne Brot selber machst, kann ich dir das Rezept für Babybrot ohne Salz empfehlen.

Welchen Brotbelag kann ich meinem Kleinkind aufs Brot machen?

Hier ein paar Ideen für abwechslungsreichen Brot-Belag:

  • Butter: Der Klassiker, aber ein Butterbrot schmeckt immer und in jedem Alter.
  • Frischkäse: Hier gibt es unzählige Variationen. Am besten mit der Natur-Version anfangen. Viele Kinder mögen auch den Frischkäse mit Kräuter, diese kann man aber zum Beispiel auch selbst in den Naturfrischkäse mischen. Oder wie wäre es mit einem schnell gemachten 3-Minuten Karotten-Apfel-Frischkäse?
  • Avocado: Dazu einfach etwas Avocado-Fruchtfleisch mit der Gabel zerdrücken und mit einem Messer auf das Brot schmieren. Tipp: Die Avocado ist reif, wenn die Schale schwarz ist und der „Strunk“ beim Eindrücken leicht nachgibt. 3 schnelle Avocadoaufstriche zum selber machen gibt es hier.
  • Nussmus (nicht stückig sondern fein und ohne Zucker und Salzzusatz): Gut geeignet ist z.B. Mandelmus oder Erdnussmus (sofern keine Nussallergie besteht!). Nussmus enthält wertvolle pflanzliche Fettsäuren, viele B-Vitamine und auch Mineralstoffe. Wem Mandelmus zu teuer ist, dem kann ich das feine Erdnussmus von Alnatura oder Rapunzel“* empfehlen, es ist ohne Salz und mit knapp 2 Euro eine gute Alternative zu Marmelade und Co.
  • Püriertes oder mit der Gabel zerdrücktes, frisches Obst wie z.B. Banane, Himbeeren oder Erdbeeren. Besonders lecker auf einem Butter-, Frischkäse- oder Quarkbrot.
  • pflanzliche Aufstriche aus dem Bio- oder Supermarkt. Auf dem Blog gibt es außerdem ein Rezept für einen fruchtigen Linsenaufstrich oder selbstgemachtes Hummus.
  • milder Kräuterquark: Dazu einfach Magerquark mit etwas Pfeffer und frischen Kräuter oder TK-Kräutern wie z.B. Schnittlauch und Petersilie verrühren.
  • Marmelade: Lecker aber leider auch nicht allzu gesund, da der Hauptbestandteil Zucker ist. Selbstgemachte Marmelade mit weniger Zucker oder Marmelade mit Kokosblütenzucker kann hier eine gute Alternative sein.
  • Honig: Achtung bitte im ersten Lebensjahr kein Honig. Honig enthält darüber hinaus sehr viel Zucker und sollte daher nicht täglich auf dem Speiseplan stehen.
  • Wurst und Käse sind natürlich auch eine Möglichkeit für Brotbelag, enthalten aber auch viel Salz. Kleinkinder mögen gerne milden Käse wie Butterkäse oder Gouda, unser Sohn isst zum Beispiel aber auch gerne würzigen Bergkäse. Auch hier gilt: Einfach mal ausprobieren und verschiedene Sorten anbieten, damit sich das Kind an die verschiedenen Geschmacksrichtungen gewöhnen kann.

Müsli für Kleinkinder

Eine gute und gesunde Alternative zum Frühstücksbrot kann auch ein Müsli sein. Es muss nicht einmal ein spezielles Kindermüsli sein, feine Hafer- oder Hirseflocken sind genau so gut geeignet und meisten noch preiswerter. Wenn ihr doch eines kaufen wollt, dann sollte ihr die Zutatenliste einmal genauer unter die Lupe nehmen, ob sich nicht doch Zucker oder irgendwelche Zusatz- oder Aromastoffe darin verstecken. Häufig enthalten Kindermüslis einen hohen Anteil getrockneter Früchte, was sie sehr süß macht. Du kannst sie daher noch etwas mit normalen Haferflocken mischen.

Das Müsli kannst du mit (pflanzlicher) Milch oder Joghurt servieren und noch mit ein paar frischen Früchten verfeinern, z.B. klein geschnittenen Erdbeeren oder Bananen. Sehr lecker sind auch Overnight-Oats, das sind Haferflocken, die über Nacht in Flüssigkeit quellen. Unsere Lieblingsrezepte für Overnight-Oats findest du hier.


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Was kann mein Kleinkind zum Frühstück trinken?

Bis zum ersten Geburtstag sollte man laut Empfehlung der DGE die Gabe von Kuhmilch auf die Menge von 200 ml im Abendbrei beschränken und keine Kuhmilch zum Trinken anbieten. Ab dem 1. Geburtstag „darf“ das Kleinkind laut Empfehlung auch Kuhmilch aus dem Becher zum Frühstück trinken. Am besten geeignet ist hier Vollmilch mit 3,5% Fett. Rohmilch oder Vorzugsmilch bitte unbedingt vorher abkochen.

Mag dein Kind keine Milch, ist milder Früchtetee oder auch Wasser geeignet.

Was soll ich tun, wenn mein Kind kein Frühstück möchte?

Möchte dein Kind kein Frühstücksbrot und auch kein Müsli zum Frühstück kannst du es mit einem Frucht-Smoothie oder einer Frucht-Milch versuchen. Dazu einfach Früchte nach Wahl und z. B. etwas Milch pürieren und mit einem Strohhalm servieren. Dieses Alternative ist schnell gemacht und kommt bei „Frühstücks-Muffeln“ gut an, da man das Frühstück ganz einfach trinken kann.

Oder wie wäre es mit ein paar leckeren Bananenmuffins, selbstgemachten Früchteriegeln oder Müsli-Keksen zum Frühstück?


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Wo finde ich weitere Informationen zum Thema „Frühstück für Kleinkinder“?

Nicht nur zum Thema „Frühstück“ sondern auch für Snacks, Mittag- und Abendessen sehr hilfreich: Die Broschüre „Wie viel isst und trinkt mein Kind im zweiten und dritten Lebensjahr“ bietet eine tolle Orientierung für die Portionsgrößen. Die Broschüre gibt es kostenlos zum Download. [Hinweis zum Link: Leider kann ich die Broschüre hier nicht direkt verlinken, da sich der Link permanent ändert. Bitte suche den Titel direkt über Google – das 1. Ergebnis in der Liste von der „Bayerischen Staatsregierung“ anklicken. Dort kannst du die Broschüre kostenlos runterladen.]

Bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung kann man eine sehr schön verständliche Broschüre für 3 Euro zu diesem Thema bestellen: „Das beste Essen für Kleinkinder“ – Broschüre


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8 Kommentare

  • antworten
    Lisa
    3. September 2017 at 13:33

    Hi!
    Die Broschüre „Wieviel isst und trinkt mein Kind im zweiten und dritten Lebensjahr“ würde mich sehr interessieren. Leider funktioniert der Link nicht mehr. Von wem ist die Broschüre denn? Weißt du zufällig, wo ich sie noch finden kann?

  • antworten
    Sophie
    31. Oktober 2017 at 14:53

    Vielen Dank für die tollen Tipps. Ich habe nur einen kleinen Hinweis. Du schreibst Nussmus ohne Zucker- und Salzzusatz. In dem Nussmus was du empfiehlst ist jedoch Salz zugesetzt. Vielleicht kann man es auch selbst machen. Ich habe ein einfaches kleines Gerät. Mit Haselnüssen für selbstgemachte Schokocreme hat es gut geklappt. Ist sicher auch günstiger.

    • antworten
      Natalie
      1. November 2017 at 13:59

      Hallo Sophie, vielen Dank für den Hinweis, ich habe den Link zum Link zum Erdnussmus noch einmal zum richtigen angepasst. Viele Grüße Natalie

  • antworten
    Nina
    23. August 2018 at 11:07

    Hallo Natalie,

    mein Sohn (8 Monate) isst mittlerweile morgens einen Getreide-Obst-Brei, einen Mittagsbrei und am Abend einen Milch-Obst-Brei. Am Nachmittag stille ich noch einmal, muss aber leider nun eine Alternative finden. Hast du dazu eine Idee?

    Viele Grüße

    • antworten
      Natalie
      23. August 2018 at 16:25

      Hallo Nina, mit 8 Monaten sollte man laut Beikostplan (https://babybrei-selber-machen.de/beikost-einfuehren/) noch mindesten 2 Milchmahlzeiten haben. Da ihr schon 3 Breie eingeführt habt würde ich dann, wenn das Stillen nicht mehr als Option zur Verfügung steht, auf Pre-MIlch zurück greifen – evlt. kombiniert mit etwas Fingerfood. Viele Grüße Natalie

  • antworten
    Sabrina
    28. August 2018 at 15:27

    Hallo Natalie, unsere Tochter ist 7 Monate alt und wir geben ihr bereits den Mittags- und Abendbrei. Nun wollen wir den Nachmittagsbrei einführen, aber er kommt bei ihr nicht so gut an. Sie mag dann lieber ein Fläschchen haben. Morgens beim Frühstück fällt mir auf, dass sie lieber etwas löffeln will und ihr Fläschchen verschmäht. Spricht etwas dagegen, anstatt des Nachmittagsbrei, lieber einen Frühstücksbrei einzuführen?!? Sollte es dann ein Obst-Getreide-Brei sein? Oder doch eher ein Milch-Obst-Brei? Viele Grüße Sabrina

    • antworten
      Natalie
      29. August 2018 at 8:53

      Hallo Sabrina, grundsätzlich kannst du die Breie zu der Tageszeit geben, wann du möchtest :-) Bei uns gab es auch lange den „Abendbrei“ zum Frühstück – also du kannst den Nachmittagsbrei = Obst-Getreide-Brei auch zum Frühstück geben. Theoretisch spricht auch nicht gegen Milchbrei (= Abendbrei) zum Frühstück, bitte achte dann aber auf die empfohlene Menge an Kuhmilch im ersten Lebensjahr, die bei 200 ml pro Tag liegt. Wenn du also Abends auch nochmal Milchbrei gibst, kannst du z.B. beide Breie mit einer Mischung aus 100 ml Vollmilch und 100 ml Wasser + 1 TL Öl zubereiten. Oder natürlich auch Pre- oder Muttermilch nutzen, je nachdem wie du den Abendbrei zubereitest ;-) . Viele Grüße Natalie

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