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“Wie schaffe ich es, dass mein (Klein-)Kind mehr Obst und Gemüse isst?” – Meine 7 Tipps für Obst- und Gemüsemuffel.

7 Tipps, amit dein Kind mehr Obst und Gemüse isst.

Tipp 1: Vorbild sein

Vorbild sein – klingt banal, ist aber super wichtig. Dein Kind versucht dich in allem zu imitieren und das zu machen, was du auch tust – auch in Sachen essen. Also versuche ein gutes Vorbild zu sein und esse regelmäßig (“5 am Tag”) Obst und Gemüse.

UND: Sei überzeugt davon! Wenn du Gemüse isst und dabei das Gesicht verziehst, wird dir dein Kind nicht abkaufen, dass es lecker ist ;-)
Ich bekomme zum Beispiel häufig Anfragen wie “Ich mag keinen …., wie kann ich es aber meinem Kind schmackhaft machen?” Das wird nicht gut funktionieren, weil dein Kind sich mit wachsendem Alter fragen wird, warum es etwas essen soll, was du nicht isst.

Tipp 2: Entspanne dich und finde heraus, was genau dein Kind nicht mag.

Es gibt immer Phasen in denen dein Kind Obst und Gemüse komplett verweigern wird. Das ist OK und gehört zur Entwicklung deines Kindes einfach mit dazu. Entspanne dich einfach etwas und verzweifle nicht, wenn dein Kind phasenweise nur Nudeln pur essen mag. Das geht auch wieder vorbei, denn Nudeln pur sind auf Dauer einfach langweilig ;-)

Viel wichtiger ist herauszufinden, was genau dein Kind an dem Obst/Gemüse bzw. der Zubereitung nicht mag. Oft wird gekochtes Gemüse nämlich verweigert, aber roh gerne gegessen. Versuche dann einfach diese Alternative anzubieten. Mein Sohn hatten zum Beispiel auch die “Nudeln pur-Phase” und wir haben dann herausgefunden, dass er die Tomatensoße dazu nicht mochte, weil die Tomate gekocht war, aber rohe Tomatenstückchen dazu als Beilage in Ordnung waren.

Tipp 3: Mundgerecht und ansprechend anbieten

Das Auge isst mit, auch schon bei den Kleinen. Was jetzt nicht heißt, dass du jede Mahlzeit in ein Kunstwerk verwandeln sollst, und es nur noch Autos, Eulen oder Igel aus Obst und Gemüse gibt. Das ist im Alltag nur schwer machbar. Aber ein nett angerichteter, bunter Teller mit Obst und Gemüse, in handlichen Stücken, verleitet einfach schneller dazu zuzugreifen.
Bei uns gibt es zu jedem Abendbrot Obst und Gemüse: Mal einfach in Stücken auf einem Teller, mal als handliche “Sticks” in kleinen Gläsern angerichtet.

Wie heißt es so schön: “Ein Apfel und ein von Mama in Stücke geschnittener Apfel sind zwei komplett unterschiedliche Dinge.”

Tipp 4: Abwechslung beim Obst und Gemüse

Jeden Tag Apfel oder Gurke ist langweilig. Das würde dir auch nicht schmecken. Versuche beim Obst und Gemüse abzuwechseln und probiere einfach aus, was deinem Kind schmeckt – vielleicht wirst du auch erstaunt sein, dass es die saure Grapefruit oder exotische Physalis besonders gerne mag. Auch kannst du verschiedene Zubereitungsarten wählen: Biete das Obst mal roh, mal gedünstet als Obstmus, mal als Smoothie und vielleicht auch gefroren als selbst gemachtes Eis an.

Tipp 5: Lass dein Kind mitentscheiden und einkaufen …

Ab einem Alter von etwa 2 Jahren kann man Kinder prima in Essens-Entscheidungen mit einbeziehen. Entscheidet gemeinsam als Familie, was ihr essen wollt. Frag dein Kind was es gerne möchte und geh auch gemeinsam mit ihm einkaufen. Schaut euch zusammen die Obst- und Gemüseauslage genau an und packt ein, auf was ihr Lust habt oder was euch neugierig macht: Die Kiwi, deren Haare so lustig kitzeln, die Erdbeeren, die so toll rot leuchten oder die kleinen, süßen Babytomaten.

Toll ist es auch im Sommer gemeinsam Erdbeeren oder Heidelbeeren selbst zu pflücken und zu erklären, wie Obst und Gemüse wächst und wo es herkommt. Die selbst geernteten Erdbeeren schmecken auch gleich nochmal besser ;)


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Tipp 6: …. und mit zubereiten

Ab etwa 1,5-2 Jahren zeigen viele Kinder Interesse am Kochen. Nutze das und stelle einen Hocker oder Lerntower in der Küche auf und beziehe dein Kind mit ein.
Es gibt dafür spezielle Kindermesser* (wir nutzen dieses hier in der Version “Hund”, du siehst es auch auf dem Bild unten). Sie sind genau so scharf sind, dass dein Kind nicht sich selbst, dafür aber weiches Obst und Gemüse prima schneiden kann.

Eine Banane, Erdbeere oder Tomate, die dein Kind selbst geschnitten hat, wird es mit Stolz essen.

Tipp 7: Erst probieren, dann meckern

Ein Tipp, den wir aus dem Kindergarten übernommen haben: Dort soll alles an Speisen probiert werden, bevor das Kind sagt, dass es ihm nicht schmeckt. Wir haben das auch bei uns zu Hause eingeführt und es ist erstaunlich: Oft wird ein Essen vorher skeptisch betrachtet, aber dann nach dem ersten Bissen festgestellt, dass es eigentlich prima schmeckt! Natürlich klappt das auch nicht immer und mit allem (bitte übe keinen Zwang auf dein Kind aus!), aber das ist auch in Ordnung, denn wir einmal an unsere Kindheit zurückdenken, fallen uns sicher auch einige Sachen ein, die wir nicht mochten, wie zum Beispiel bei mir Rosenkohl. Dennoch kann diese “Regel” dabei helfen, die anfängliche Skepsis gegenüber neuen Lebensmitteln leichter zu überwinden.


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Zusatztrick: Obst und Gemüse “verstecken”

Bei manchen Kindern funktioniert dieser Trick sehr gut, wenn alle anderen Tipps nicht helfen oder sich das Kind in der “sichtbares Gemüse ist doof-Phase” befindet – obwohl ich der Meinung bin, dass es besser ist, mit offenen Karten zu spielen und dem Kind ab einem gewissen Alter zu erklären, dass Gemüse gesund und wichtig für den Körper ist, um gesund zu bleiben.

Obst kannst du prima in Müsli, Smoothies, Pfannkuchen, Waffeln, Muffins & Co. verstecken. Gemüse geht gut gerieben in Pfannkuchen, Muffins oder püriert in Soßen und Suppen.

Hast du noch einen Tipp, den ich vergessen habe? Dann schreibe ihn mir gerne in den Kommentaren.


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