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Calciumquellen (außer Milchprodukte) für Babys und Kleinkinder

Calcium Lebensmittel Babys Kinder

„Mein Kind darf/mag keine Kuhmilch trinken. Wie kann ich die Calciumversorgung trotzdem sicher stellen?“, diese Frage, die ich oft gestellt bekomme, möchte ich heute für dich beantworten. Doch zuerst noch ein paar Hintergrundinfos zu Calcium.

Wofür benötigen Babys und Kleinkinder Calcium und wie hoch liegt die Zufuhrempfehlung?

Calcium ist mengenmäßig der wichtigste Mineralstoff im Körper und DER wichtigste Baustein von Knochen und Zähnen. Es ist außerdem wichtig für die Blutgerinnung und für die Weiterleitung von Nervensignalen in den Muskeln. 

Wie viel Calcium benötigen Babys und Kleinkinder?

Die empfohlene Zufuhr für Babys von 4-12 Monaten liegt bei 330mg, bei Kleinkindern von 1-4 Jahren bei 600mg und bei Erwachsenen bei 1000mg pro Tag. 

Welche Calciumquellen (außer Milchprodukte) gibt es, die für Babys und Kleinkinder geeignet sind?

Ja, Milchprodukte haben einen guten Calciumgehalt, so liefert beispielsweise Kuhmilch 120mg/100ml und Butterkäse sogar zwischen 400-600mg/100g. Aber auch ohne Milchprodukte, z. B. wenn eine Kuhmilchunverträglichkeit vorliegt, kannst du die Calciumversorgung in der Familienkost sicher stellen durch:

  • Pflanzliche Milchdrinks, die mit Calcium angereichert sind. Sie haben den gleichen Calciumgehalt wie Kuhmilch (120mg/100ml). Je nach verwendeter Calciumverbindung kann die Bioverfügbarkeit (also die Verwertbarkeit für den Körper) hier jedoch leicht geringer sein, als bei Kuhmilch.

    *Beispiele Verwendung: Für Müsli (Rezept „Overnight Oats„), zum Backen (Rezept „Waffeln ohne Zucker„) oder Kochen
  • Sesam, beispielsweise als Samen oder Mus (780mg/100g) und Leinsamen (230mg/100g)

    *Beispiele Verwendung: Sesammus (Tahini) als Zutat für Hummus (Rezept „Hummus mit Kürbis„), Leinsamen (geschrotet) in Müsli oder Brot (Rezept „Apfel-Karotten-Brot“)
  • Mandeln  (250mg/100g ), Haselnüsse (ca. 220mg/100g), Walnüsse (87mg/100g), Cashews (37mg/100g)

    *Beispiele Verwendung: als gemahlene Nüsse in Muffins, Kuchen, oder Keksen, Früchteriegeln (Rezept „Mandelkekse“), als Nussmus in Müsli
  • Trockenfrüchte, wie z. B. Feigen (190mg/100g), Rosinen und Aprikosen (beide ca. 85mg/100g)

    *Beispiele Verwendung: Als Zutat in Müsli oder Früchteriegel (Rezept Früchteriegel)
  • Calciumreiches, nitratarmes (Nitrat <20mg/Liter) Mineralwasser
  • Hülsenfrüchte, wie Kichererbsen (ca. 120mg/100g, vor dem Kochen einweichen um Phytinsäure zu reduzieren)

    *Beispiele Verwendung: In Suppen, Soßen oder als Bratlinge.
  • Grünes Gemüse, das noch dazu arm an „Oxalsäure“ ist, da diese die Calciumresorption hemmt. Spinat enthält z.B. zwar 120mg Calcium pro 100g, aber eben auch viel Öxalsäure. Empfehlenswert sind unter anderem Brokkoli und Fenchel (je ca. 100mg/100g), Kresse (230mg/100g), Petersilie (140mg/100g)

    *Beispiel Verwendung: Babybrei mit Brokkoli und Fenchel
  • Natürlich enthält auch Muttermilch Calcium (mind. 35mg/100ml), ebenso wie Premilch (mind. 50mg/100ml).

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2 Kommentare

  • antworten
    Daniela Becker
    18. Juli 2020 at 8:44

    Toll, einfach toll dein Wissen und das du es mit uns teilst.
    Guten Morgen Natalie, ich schaue immer wieder gerne bei dir vorbei. Zwei eboock`s habe ich auch schon erworben.
    Meine Kinder sind mit deinen Rezepten sehr zufrieden und ich freue mich über die Anregungen, besonders fürs Mittagessen (manchmal fällt mir nichts ein, was ich könnte).
    Dein Artikel über Calcium und Kuhmilch Ersatz ist sehr aufschlussreich. Man liest mittlerweile viel, über die Getreidedrinks, aber oft fehlen wichtige Angaben, wie z.B. die Mineralaufnahme im Körper ist, wenn sie erhitzt wird.
    Mein Sohn (2,9 J) trinkt seit längerer Zeit nur Kuhmilch, wenn nichts anderes verfügbar ist. Am Anfang waren es gerade morgens Dramen am Frühstückstisch, weil kein Dinkel-, oder Haferdrink verfügbar war. Meine Bedenken, dass der Calcium Haushalt meiner Kinder nicht ausreichend sein könnte, hast du gemindert durch deinen Artikel. Danke dir. Alles Gute. Gruß Daniela

    • antworten
      Natalie
      18. Juli 2020 at 20:45

      Hallo Daniela, danke, das freut mich! Viele Grüße Natalie

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