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Infografik: Welches Gemüse ist ab wann für Babybrei geeignet?

welches Gemüse für Babybrei

Ab wann kann ich meinem Baby Spinat oder Rote Beete geben und wie sieht es eigentlich mit Tomaten und Blumenkohl aus? Und welches Gemüse ist für die Beikosteinführung geeignet?

Damit du diese wichtigen Informationen direkt auf einen Blick ablesen kannst, habe ich eine kleine Infografik für dich zusammengestellt, die zum einen die empfohlenen Gemüsesorten nach Alter des Babys aufzeigt und zugleich auch den Nitratgehalt, denn beides spielt eine wichtige Rolle für die Gemüseauswahl deines Babys:

Welches Gemüse ab wann?

Welches Gemüse ist ab welchem Alter geeignet?

Gemüse ab dem 5. Monat

Am besten eignet sich für die Beikosteinführung ein reiner Gemüsebrei aus Karotten, Pastinaken oder Kürbis, aber auch Zucchini ist für Babys ab dem 5. Monat gut bekömmlich. Gurken sind ebenfalls für Babys ab dem 5. Monat geeignet sowie natürlich Kartoffeln und auch Süßkartoffeln.

Gemüse ab dem 7. Monat

Ab dem 7. Monat wird die Gemüseauswahl ergänzt durch Brokkoli, Mais, Sellerie, Kohlrabi, Blumenkohl und Fenchel.

Gemüse ab dem 9. Monat

Babys ab dem 9. Monat haben schon eine ziemlich vielfältige Gemüseauswahl: Erbsen, Rosenkohl, Spinat, Rote Beete und Aubergine “dürfen” nun auch zusätzlich auf dem Speiseplan stehen.

Gemüse ab dem 11. und 13. Monat

Tomaten haben relativ viel Säure und sind schwer verdaulich, daher werden sie erst ab einem Alter von etwa 10 Monaten empfohlen. Ähnlich verhält es sich mit Paprika, diese ist ebenfalls sehr schwer verdaulich und sollte daher erst ab dem 1. Geburtstag von Kleinkindern verzehrt werden.


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Der Nitratgehalt von Gemüse und die Bedeutung für die Zubereitung von Babybrei

Warum ist Nitrat im Gemüse gefährlich?

Nitrat an sich ist nicht wirklich gefährlich. Es kann aber im Körper durch bestimmte Mikroorganismen in Nitrit umgewandelt werden, z. B. durch das Wiederaufwärmen oder warmhalten von nitrathaltigen Speisen. Nitrit ist zum einen krebserregend und zum anderen hemmt es den Sauerstofftransport, was in seltenen Fällen bei sehr jungen Babys (unter 4 Monaten)  gefährlich sein kann, da es zur “Blausucht” führen kann. Für Säuglinge ab 4 Monaten liegt die “duldbare tägliche Aufnahmemenge (ADI) bei 3,7 mg/kg Körpergewicht” (siehe bfr.bund.de).

Welches Gemüse enthält viel Nitrat?

Zu den Gemüsesorten mit hohem Nitratgehalt (über 1000 mg/kg, in der Infografik mit rotem Hintergrund) gehören Fenchel, Auberginen, Spinat und Rote Beete.

Gemüsesorten mit mittlerem Nitratgehalt (500-100 mg/kg, gelber Hintergrund) sind Karotten, Zucchini, Blumenkohl, Sellerie, Kohlrabi.

Als unbedenklich vom Nitratgehalt  (unter 500 mg/kg, grüner Hintergrund) gelten Gurken, Pastinaken, Kartoffeln, Süßkartoffeln, Kürbis, Mais, Brokkoli, Erbsen, Rosenkohl, Tomaten, Paprika.

Was bedeutet dies für die Zubereitung von Babybrei?

  • Am besten Saisonales Gemüse und Freilandgemüse verwenden, dieses enthält meistens weniger Nitrat, da es weniger stark gedüngt wird und die Sonneneinstrahlung den Nitratgehalt senkt. Welches Gemüse gerade Saison hat, erfährst du z. B. in dem Saisonkalender von Utopia.
  • Nitrathaltiges Gemüse nicht noch einmal erwärmen – für die Zubereitung von Babybrei mit nitrathaltigem Gemüse wie Fenchel oder Spinat bedeutet das, dass dieser Babybrei immer frisch zubereitet werden sollte und sich daher nicht zum einfrieren und wieder erwärmen eignet.
  • Babys und Kleinkinder sollten, wie auch wir Erwachsenen, möglichst abwechslungsreich essen, das bedeutet, dass der Spinat- oder Rote Beete-Brei ab und zu natürlich ok ist, aber nicht täglich auf dem Speiseplan stehen sollte. Für den täglichen Brei empfehle ich nitratarmes Gemüse, sowie Gemüse mit mittlerem Nitratgehaltals Basis.
  • Du kannst zusätzlich Bio-Gemüse verwenden, dieses hat einen geringeren Nitratgehalt als konventionell angebautes Gemüse, das häufig mit Stickstoff gedüngt wird.

Für die Gemüseauswahl solltest du also nicht nur das Alter deines Babys beachten, sondern auch auf den Nitratgehalt des Gemüses Rücksicht nehmen.

Damit du diese Infografik jederzeit griffbereit hast, kannst du sie hier kostenlos downloaden und dir einfach direkt an den Kühlschrank hängen:

Infografik “Welches Gemüse ist für Babybrei geeignet?” als PDF-Dokuement herunterladen.

Wenn du Fragen zu diesem Thema habt, freue ich mich über deinen Kommentar oder eine E-Mail von dir!

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7 Kommentare

  • antworten
    Silke
    5. Juni 2018 at 11:37

    Ganz toll erklärt und super Graphik! Danke!!!

  • antworten
    Alexandra Markusch
    14. Oktober 2018 at 16:52

    hallo,
    erstmal danke für die tolle seite!
    ich habe eine kurze frage: darf man nur gemüse mit hohem nitratgehalt nicht einfrieren oder auch mit mittlerem, wie zb karotten?
    liebe grüsse

    • antworten
      Natalie
      15. Oktober 2018 at 8:34

      Hallo Alexandra, ich empfehle Gemüse mit hohem Nitratgehalt nicht einzufrieren. Viele Grüße Natalie

  • antworten
    Ulrike
    20. März 2019 at 16:52

    Ab wann darf man eigentlich Pilze geben (zum einen Champignons aus dem Supermarkt, zum anderen selbst gesammelte Röhrlinge)?

    • antworten
      Natalie
      21. März 2019 at 11:44

      Hallo Ulrike, Pilze wie Champignons sind sehr schwer verdaulich und daher für Babys und Babybrei nicht geeignet. Ab dem 2. Lebensjahr bzw. der Familienkost in kleinen Mengen ausprobieren. Viele Grüße Natalie

  • antworten
    Shari
    28. Mai 2019 at 23:11

    Hallo, ich bin auch schwer begeistert von deiner Seite, vielen Dank. Leider hab ich viel zu spät gelesen, dass man Fenchel nicht einfrieren sollte und nicht warmhalten sollte. Nun hab ich seit Beikoststart immer wieder aufgetauten Fenchel gegeben (wir haben vor 4 Wochen begonnen und meine Tochter isst seit der 2. Woche bereits komplette Menüs). Ich habe aber den fenchel bisher immer nur mit 50g dazu gegeben, meist zusammen mit 50g Kartoffeln und 50 g Karotte (Plus 30g Fleisch oder Dinkel). Da wir auch viel unterwegs sind habe ich mir einen Thermobecher besorgt, in dem ich den Brei über einige Stunden warm halte.
    Ich dachte ich tue ihr gutes mit dem Fenchel, da sie zu Verstopfungen und Blähungen neigt. Muss ich mir jetzt Sorgen machen?
    Werde natürlich zukünftig entsprechend anders mit dem fenchel umgehen.

    • antworten
      Natalie
      3. Juni 2019 at 8:10

      Hallo Shari, nein du musst dir keine Sorgen machen. Beim Nitrat geht es eher um eine häufige und zeitlich lange Aufnahme.
      Viele Grüße
      Natalie

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