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Fingerfood für Babys: Infos, Tipps und Rezepte

Fingerfood für Babys

Nachdem dein Baby eine Zeit lang Babybrei bekommen hat, stellst du dir bestimmt die Frage, ab wann du deinem Baby erstes Fingerfood anbieten kannst. Und du möchtest sicher auch wissen, was es hierbei zu beachten gibt. Ich habe dir daher die wichtigsten Informationen zum Thema Fingerfood für Babys hier zusammen gestellt:


Du findest auf dieser Seite folgende Informationen:


Was ist Fingerfood?

Mit dem Begriff Fingerfood ist feste Nahrung gemeint, die dein Baby selbst mit den Händen greifen und essen kann. Am Anfang können dies einfache Speisen bzw. Lebensmittel sein, wie z.B. gedünstetes Gemüse, weiches Obst oder auch Brot.

Später eignen sich als Fingerfood beispielsweise auch selbst gemachte (zuckerfreie) Muffins, Kekse oder Waffeln.

Fingerfood sollte unbedingt auch parallel zum Babybrei angeboten werden, um unter anderem die motorische Entwicklung bei deinem Baby zu unterstützen.


Gesunde Snack- und Fingerfood-Rezepte


Körperliche und motorische Voraussetzungen für Fingerfood bei Babys

Um erstes Fingerfood probieren zu können, sollte dein Baby bestimmte Voraussetzungen erfüllen:

  • Dein Baby sollte auf jeden Fall aufrecht z.B. in einem Babystuhl (oder mit leichter Unterstützung auf dem Schoß) sitzen können. Liegt dein Baby zum Essen zum Beispiel in einer nur leicht schrägen Wippe, so könnte es sich beim essen leichter verschlucken. Wichtig beim Hochstuhl ist, dass die Füße nicht „lose“ herunterhängen, sondern auf dem Fußbrett des Hochstuhls aufstehen. Das erleichtert im Fall des Verschluckens das Husten.
  • Mit etwa 7 bis 9 Monaten lernen Babys den sogenannten Pinzettengriff und damit auch, einen Gegenstand zwischen Daumen und Zeigefinger festzuhalten. Dies ist die Voraussetzung, um feste Nahrung zu greifen und selbst zum Mund führen zu können. Manche Babys machen dies auch bereits, bevor sie den Pinzettengriff beherrschen und halten das Essen dann einfach mit der ganzen Faust fest. In jedem Fall sollte dein Baby in der Lage sein ein Finger-großes Stück selbstständig zu greifen (mit der ganzen Hand oder dem Pinzettengriff) und zum Mund zu führen.
  • Zähne sind hingegen für Fingerfood nicht nötig, da dein Baby bereits mit der Kauleiste hervorragend weiche Nahrungsmittel wie Brot, weiches Obst oder gedünstetes Gemüse zerdrücken kann.

Was eignet sich als erstes Fingerfood für Babys?

Zu Beginn sind weiche Nahrungsmittel optimal geeignet, wie zum Beispiel:

  • Gedünstetes Gemüse wie etwa Karotte, Zucchini, Kürbis, Süßkartoffel oder Kohlrabi. Das Gemüse kannst du in fingerdicke Stücke schneiden und dann weich dünsten.
  • Weiches Obst wie Birne, Mango, Pfirsich, Melone oder Banane kannst du ebenfalls in fingergroße Stücke schneiden. Weiches Obst muss nicht extra vorher gedünstet werden und kann auch „roh“ angeboten werden. Hartes Obst wie Apfel oder Birne sollte in Spalten geschnitten und vorher gedünstet werden.
  • Brot, Brötchen oder (Bio)Toast. Die Vollkornvarianten sind beim Brot und Brötchen zu bevorzugen. Beides sollte jedoch aus fein gemahlenem Vollkornmehl und ohne Körner oder Samen sein. Sonst besteht die Gefahr des Verschluckens. Bei Toast empfehle ich zusätzlich einen Blick auf die Zutatenliste zu werfen, er sollte keine Zusatzstoffe sowie keinen Zucker enthalten.
    Manche Babys mögen eher harte Brotstücke (gut beim Zahnen geeignet und einfach zum daran lutschen), die anderen lieber weiche (zum darauf rumkauen). Du kannst einfach ausprobieren, was dein Baby lieber mag.
    Tipp: Wenn du gerne Brot selber machen möchtest, empfehle ich dir mein Rezept für Babybrot ohne Salz.
  • Gekochte Nudeln, wie zum Beispiel Penne oder Fussili lassen sich für Babys gut greifen und eignen sich daher prima als erstes Fingerfood. Auch hier kannst du wieder auf Vollkornnudeln zurückgreifen. Achte beim Kochen darauf, auf das Salz im Kochwasser zu verzichten.
  • Gekochte Kartoffel, in fingerdicke Stücke geschnitten, eignen sich ebenfalls als Fingerfood für Babys.

Die Stücke sollten zu Beginn fingergroß sein, sodass dein Baby diese gut greifen kann. Kommt dein Baby damit gut zurecht, können die Stücke auf eine mundgerechte Größe (ab Pinzettengriff) verkleinert werden.

Dein Baby lernt nun (mit seiner Kauleiste) zu kauen und die Nahrung zu zerkleinern – auch indem es zu Beginn vielleicht einfach nur daran lutscht. Mein Sohn hat es zum Beispiel geliebt, während wir alle gemeinsam gefrühstückt haben, ein weiches Stück Birne oder weiche, geschälte Gurke zu essen, später auch Brot. Gedünstetes Gemüse oder gekochte Nudeln hingegen mochte er nicht. Du musst also auch hier einfach wieder ausprobieren, welches Fingerfood dein Baby gerne mag und welches nicht.

Für dein Baby bedeutet Fingerfood das Kennenlernen von vielen neuen Geschmäckern. Und vor allem von neuen Konsistenzen. Vielleicht braucht es also eine Weile, bis es den Geschmack eines Birnenstücks mag, auch wenn es Birnenmus bisher gerne gegessen hat.

Was eignet sich nicht als Fingerfood für Babys?

Grundsätzlich solltest du deinem Baby (zu Beginn) keine harten Lebensmittel anbieten, da es sich daran leicht verschlucken könnte. Also etwa hartes, rohes Gemüse und Obst, wie Karotten oder Äpfel. Auch Nüsse im Ganzen oder grob gehackt sind nicht geeignet.

Auch prallelastische Lebensmittel wie z.B. Heidelbeeren sind problematisch, sie sollten am besten nur halbiert angeboten werden. Für ausführlichere Informationen empfehle ich dir den Blogartikel, welche Lebensmittel für dein Baby im 1. Lebensjahr verboten sind.

Ich habe Angst, dass sich mein Baby an Fingerfood verschluckt. Was kann ich tun?

Zuerst einmal möchte ich dir sagen: Mit der Angst, dass dein Kind sich verschluckt, bist du nicht allein. Das geht fast allen Eltern so. Dennoch ist es wichtig, dass du aus Angst vor dem Verschlucken deinem Baby bzw. Kleinkind „Fingerfood“ nicht einfach vor enthältst. Beachte zur Gabe von Fingerfood aber bitte unbedingt die Tipps und Voraussetzungen für Fingerfood (siehe Beitrag oben) bei deinem Baby, wie z.B. das aufrechte Sitzen beim Essen. Dadurch kannst du das Risiko des Verschluckens schon erheblich reduzieren.

Grundsätzlich muss zuerst einmal zwischen dem natürlichen Würgereflex und dem tatsächlichen Verschlucken unterschieden werden. Das Würgen ansich ist, wie zuvor erwähnt, vollkommen normal und sinnvoll. Hierdurch wird nämlich genau verhindert, dass dein Baby z.B. zu große Stücke verschluckt – auch wenn dies für uns Eltern oft schon „beängstigend“ aussieht.

Auch ist es so, dass die Gefahr des Verschluckens nicht nur bei festerem Essen wie Fingerfood gegeben ist, sondern auch bei Babybrei oder sogar bei Getränken.

Ich als Mama finde es dennoch extrem wichtig zu wissen, was im Ernstfall zu tun ist und empfehle daher allen Eltern, einen Erste Hilfe Kurs für Kinder zu belegen:

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Leckere und einfache Rezepte: Fingerfood für Babys

Zuckerfreie Bananenmuffin für Babys

Für den Anfang sind, wie bereits oben erwähnt, einfache Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Nudeln und Kartoffel prima geeignet, da sie dein Baby nicht überfordern.

Für etwas geübtere Fingerfood-Babys gibt es eine Vielzahl von Rezepten, die du ausprobieren kannst, um etwas Abwechslung zu schaffen. Wie wäre es zum Beispiel mit diesen Rezepten:

Viele weitere Rezepte für Fingerfood und gesunde Snacks findest du auch in meinem eBook „Snacks, Baby!“.


Gesunde Snack- und Fingerfood-Rezepte


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13 Kommentare

  • antworten
    Viktoria
    28. März 2019 at 14:53

    Hallo ich hätte eine Frage zum ersten Fingerfood. Mein kleiner Mann ist 6,5 Monate und ich habe ihm gestern ein Stück Banane gegeben. Er hat ein großes Stück abgebissen und hat sich fast verschluckt. Soll ich ihm besser kleine Stücke geben. Denn ich denke, dass er auch bei Gemüse Sticks große Stücke abbeißt…? Er hat zwei Zähne. Ich freue mich auf eine Rückmeldung ? lg Viktoria ?

    • antworten
      Natalie
      1. April 2019 at 19:24

      Hallo Viktoria, es gibt einen Unterschied zwischen dem natürlichen Würgreflex und verschlucken. Beim Würgen kommt das Stückchen einfach von ganz alleine wieder raus, das ist normal und gehört zum Esslernprozess dazu. Natürlich muss er erst mal lernen, was er mit dem „festen“ Essen im Mund machen soll, bisher mit Brei hat einfach schlucken ja gut funktioniert. Wichtig ist daher, dass er wirklich aufrecht sitzen kann. Ob ein kleines Stück besser ist, kann ich so pauschal nicht sagen, das muss du ausprobieren, da das bei jedem Kind anders sein kann. Du kannst es einfach ausprobieren ;-) Viele Grüße Natalie

  • antworten
    Bettina
    28. Mai 2020 at 16:24

    Hallo, kann ich mit Fingerfood eine Breimahlzeit ersetzten? Zb bei dem Nachmittagsbrei, statt das Obst zu pürieren, es als Fingerfood anbieten? Aber was ist dann mit dem Getreide das dann wegfällt, da ja eig noch 20g Getreide im Brei wären?

    Liebe Grüße, Bettina .. schon wieder :)

    • antworten
      Natalie
      29. Mai 2020 at 8:51

      Hallo Bettina, ja klar. Du kannst zusätzlich zum Obst (oder auch Gemüse) beispielsweise anbieten: Brot mit Butter oder Frischkäse, Zuckerfreie Kekse oder Muffins, Zuckerfreier Zwieback, etc. Viele Rezepte und Ideen findest du hier auf dem Blog oder in meinem eBook „Snacks, Baby!“

      Liebe Grüße Natalie

  • antworten
    Sladjana Jankovic
    14. November 2020 at 16:28

    Liebe Nathalie. Versteh ich das richtig dass man das Brot beim snackstart machen kann? Meine Tochter hat 2 Zähne. Und ab wann darf man dann mit den Rezepten ab 9 Monat starten bei Snacks baby starten? Braucht sie dafür dann mehr Zähne wenn ich zb die müsliriegel mache? Lg

    • antworten
      Natalie
      16. November 2020 at 9:01

      Hallo Sladjana, ja feines Vollkornbrot ist gut für den Anfang geeignet. Die Anzahl der Zähne ist eigentlich nicht entscheidend dafür, wie gut ein Baby schon kauen kann, siehe Artikel oben. Mit der Kauleiste können die kleinen schon ziemlich viel auch ohne Zähne kauen :-) . Die Früchteriegel sind auch sehr weich, die gehen daher auch prima :-) Liebe Grüße Natalie

  • antworten
    sladjana jankovic
    6. Dezember 2020 at 16:57

    Muss ich das Obst wie birne/Apfel schälen und dünsten als finferfood? Oder gurke Schälen und dünsten? Lg

    • antworten
      Natalie
      7. Dezember 2020 at 8:56

      Das kommt darauf an. Als erstes Fingerfood empfehle ich wie gesagt das oben aufgeführte, weiche Obst. Birnen können je nach Sorte und Reifegrad sehr weich sein, dann ist es nicht nötig sie zu dünsten. Für Fingerfood-Anfänger sind harte Obst oder Gemüsesorte nicht geeignet. Ein harter Apfel oder Birne sollte daher gedünstet werden. Auch die Schale kann für Fingerfood-Anfänger noch entfernt werden. Wenn dein Baby geübter ist und Backenzähne hat gehen Äpfel in der Regel auch roh.
      Gurken musst du nicht dünsten. Die Schale kannst du nach Bedarf abmachen, es kommt auch hier ein bisschen darauf an, ob dein Baby nur darauf rumlutschen/kauen möchte oder sie wirklich komplett essen möchte, dann würde ich die Schale entfernen.
      Viele Grüße Natalie

  • antworten
    Julia
    29. Mai 2021 at 18:25

    muss ich alle Gemüsesticks und Obst (ggf.) fingergroß lassen? ich habe etwas Angst, da mein Kleiner sehr gierig zupackt. Bisher hatte ich alles klein geschnitten, etwa mundgerecht, aber dann kann er das innerhalb der Faust nicht in den Mund stecken. Ich hab Angst vor verschlucken…mein Junge ist 6 Monate alt.

    • antworten
      Natalie
      31. Mai 2021 at 8:21

      Hallo Julia,
      wenn dein Kind den Pinzettengriff beherrscht kannst du auch kleinere Stücke machen. Wenn sie Fingergroß sind, kann dein Kind sie einfach besser greifen.
      Wenn du die Punkte oben im Artikel beherzigst, dann kannst du die Gefahr des Verschluckens stark minimieren. Bei großer Angst vor dem Verschlucken ist ein Erste-Hilfe-Kurs hilfreich und gibt Sicherheit.

      Viele Grüße
      Natalie

      • antworten
        Julia
        31. Mai 2021 at 20:36

        Vielen Dank für die schnelle und liebe Antwort. Ich halte mich immer an die Punkte oben und werde mich mal mit dem Erste-Hilfe Kurs beschäftigen. Mein Sohn kann das schon super mit dem Essen, nur habe ich manches Mal solch Horrorszenarien im Kopf…was wenn, usw. ich bin halt ganz alleine mit ihm und fühl mich dann oft unsicher. Liebe sonnige Grüße

  • antworten
    David
    7. Juni 2021 at 14:11

    Hallo, unser kleiner 8 1/2 Monate alter Sohn mag und kann schon selber gerne weiches Gemüse greifen und essen. Allerdings würgt er schon bei Babybrei in dem sich kleinste Stücke befinden. Was sollte man am Besten machen, damit er sich nicht verschluckt und würgt ?

    • antworten
      Natalie
      9. Juni 2021 at 8:25

      Hallo David,
      das Würgen ist ein sinnvoller Schutzmechanismus, der vor dem eigentlichen Verschlucken schützt. Auch wenn es für uns Eltern immer „schlimm“ wirkt, so ist es das nicht :-) Wichtig ist, dass dein Kind immer aufrecht sitzt, siehe Tipps oben im Beitrag. Gebt ihm einfach ein bisschen Zeit, bis er sich an diese Form der festere Nahrung gewöhnt hat… Viele Grüße Natalie

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