So vermeidest du die 6 häufigsten Fehler bei der Zubereitung von Babybrei

fehler zubereitung
Zuletzt aktualisiert: 12. Februar 2019

Wie du vielleicht weißt, ist vor einiger Zeit mein eBook zum Thema „Babybrei“ erschienen, in dem es nicht nur Rezepte, sondern auch praktische Tipps für die Zubereitung von Babybrei gibt. Diese Tipps und Hinweise sind mir sehr wichtig, denn um leckeren und gesunden Babybrei selber zu machen, kommt es nicht nur auf gute Zutaten an, sondern vor allem auch auf die richtige Zubereitung.

Daher möchte ich dir im Folgenden die aus meiner Sicht häufigsten „Fehler“ bei der Zubereitung von Babybrei aufzeigen. Gerne ergänze ich den Artikel um weitere Tipps und Hinweise von dir!

Zu große Gemüsestücke

Häufig wird das Gemüse für die Zubereitung von Babybrei zu grob geschnitten. Damit verlängert sich die Kochzeit für das Gemüse und es gehen wichtige Nährstoffe verloren. Kleinere Gemüsestücke von etwa 2-3 cm lassen sich außerdem viel besser pürieren.

Das Kochwasser wird nicht mitverwendet

Das Kochwasser solltest du unbedingt mit pürieren, denn es enthält zum einen die Nährstoffe aus dem Gemüse, wie beispielsweise wasserlösliche Vitamine, und zum anderen auch den ganzen Geschmack der Zutaten, die ihr darin gekocht habt. Bitte schütte es daher nicht weg, sondern verwende es für die Zubereitung deines selbst gemachten Babybreis mit.

Kein Getreide im vegetarischen Mittagsbrei

Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass der vegetarische Gemüsebrei nur aus Gemüse und Kartoffeln besteht: Dem vegetarischen Mittagbsrei solltest du etwa 10 g (=1 EL) Getreideflocken zugeben. Dieses liefern das nötige Eiweiß und Eisen, das ansonsten auch im Fleisch enthalten ist.

Keine Zugabe von Fruchtsaft bzw. Obstmus als Nachspeise

Dem Mittagsbrei solltest du 2-3 EL Vitamin C-haltigen Fruchtsaft hinzufügen. Dieser hilft dabei, dass das Eisen aus dem Fleisch bzw. den Getreideflocken besser vom Körper aufgenommen werden kann. Da der Saft im Brei nicht jedem Baby schmeckt, kannst alternativ auch frisches Obst oder Obstmus als Nachspeise anbieten. Weitere Informationen welchen Saft du dazu verwenden könnt, findest du hier.

Zugabe von zu wenig Fett

Die Empfehlung für die Zugabe von Fett zum Mittagsbrei liegt bei 1 EL  Fett (am besten Rapsöl) und beim Nachmittagsbrei bei 1 TL Fett. Fett ist ein wichtiger Energielieferant – schließlich enthält die Muttermilch auch etwa 4 g Fett pro 100 ml. Pflanzliches Fett ist außerdem ein wichtiger Lieferant von essenziellen (lebenswichtigen) Fettsäuren.

Auch bei der Zubereitung von Abendbrei mit Kuhmilch solltest du übrigens auf einen ausreichenden Fettgehalt achten und Vollmilch mit 3,5 % Fett bevorzugen. Zu Beginn der Einführung kannst du eine Milch-Wassermischung aus 100 ml Vollmilch und 100 ml Wasser verwenden, bitte gib aber auch dann 1 TL Fett zusätzlich, damit der Fettgehalt wieder ausreichend ist.

Starkt nitrathaltiges Gemüse erwärmen

Start nitrathaltiges Gemüse sollte nicht noch einmal erwärmt werden. Dazu zählt unter anderem Spinat, Fenchel und auch Rote Beete (siehe Infografik „Welches Gemüse ist ab wann geeignet„). Nitrat kann im Körper durch Mikroorganismen in Nitrit umgewandelt werden, dieses ist zum einen krebserregend und zum anderen kann es bei sehr kleinen Babys Blausucht und Sauerstoffmangel auslösen. Babybrei mit nitrathaltigem Gemüse am besten immer frisch kochen und direkt verzehren (lassen).

Du willst Babybrei schnell und einfach selber machen?

Beikosteinführung Schritt-für-Schritt: Wann ist mein Baby bereit für Babybrei und wie fange ich am besten an? Große Lebensmittelkunde: Welches Gemüse, Obst, Fleisch,  Fisch, Getreide usw. ist geeignet. Zusätzlich enthält das eBook über 70 Rezepte für Babybrei.

eBook Babybrei Titelbild
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Hey, ich bin Natalie! Schön, dass du da bist!

Ich bin selbst Mama eines Sohnes und schreibe hier auf Babybrei-selber-machen.de seit über 6 Jahren über die Themen Babybrei und Beikost. Im Laufe der Zeit haben sich die Inhalte gemeinsam mit meinem Sohn weiter entwickelt.  So findest du heute hier auch Ideen für gesunde Snacks & Fingerfood sowie Rezepte für den Familientisch. Ich freue mich, dich während dieser spannenden Zeit der Beikost bis hin zum Familientisch zu begleiten.

Als ausgebildete Ernährungsberaterin ist es mir eine Herzensangelegenheit, dir nicht nur Rezepte, sondern auch Wissen zum Thema gesunde Ernährung mitzugeben.

Bei Fragen kannst du dich gerne an kontakt@babybrei-selber-machen.de wenden.

Natalie Wiese

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Kommentare

20 Kommentare

20 Kommentare

  1. Ich habe für mein Sohn Fenchel vorgekocht und eingefroren. Darf ich es also theoretisch nicht mehr auftauen ?

    Antworten
    • Hallo Julia, ja, Fenchel zählt zu den stark nitrathaltigen Gemüsesorten und sollte daher für die Beikost nicht eingefroren und wieder erwärmt werden.
      Viele Grüße
      Natalie

      Antworten
  2. Hallo Natalie, gilt das auch für Fenchel und anderes Gemüse in Bio Qualität?

    Antworten
    • Hallo Otilia, saisonale Freilandgemüse und auch Biogemüse enthält zwar weniger Nitrat, aber es wird dennoch nicht empfohlen.
      Viele Grüße
      Natalie

      Antworten
  3. Hallo! Mein Sohn ist jetzt 6 Monate alt und bekommt seit einigen Wochen Mittagsbrei und Abendbrei. Ich bin mir bei der Verwendung des Öls und des Vitaminsafts unsicher. Ich habe einen Beitrag gesehen, wonach unterschiedliche Beikostöle schlecht bewertet wurden. Jetzt hab ich ein kaltgepresstes Biorapsöl gekauft. Kann ich das nutzen? Ich gebe es mit dem Obstsaft bei der Zubereitung direkt in den Thermomix und friere die Portionen dann ein. Ist das die korrekte Vorgehensweise? Laut einigen Aussagen im Internet ist kaltgepresstes Öl nicht geeignet. Darf es erhitzt werden? Ich bin verunsichert. Vielen Dank!!!

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    • Hallo Diana, ja du kannst kaltgepresstes Öl auch verwenden. Früher wurde das nicht empfohlen, das hat sich in den letzten Jahren aber geändert (für mehr Infos zum Thema Öl). Saft und Öl kannst du theoretisch vor dem einfrieren dazu geben, ich habe das Öl immer beim erwärmen dazugegeben (du erhitzt den Brei ja nicht extrem hoch für sehr lange Zeit, sondern langsam und möglichst kurz) Viele Grüße Natalie

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  4. Hallo Natalie! Wenn ich Äpfel oder Birnen koche, damit ich danach Apfel-Birnenmus für meine Kleine mache, ist da noch etwas von dem gekochten Wasser über. Kann ich das dann statt Saft für den Brei benutzen? Oder ist da dann kein Vitamin C mehr enthalten? Und wenn du von „Obstmus“ sprichst, meinst du doch auch gekochtes Obst oder? Oder kann man auch nicht gekochtes Obst in pürierter Form geben? Meine Tochter ist 9 Monate alt.

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    • Hallo Ceyl, das Kochwasser ist nicht vergleichbar mit Saft, ich empfehle richtigen Vitamin C haltigen Saft zu nehmen. Am besten gibst du beim Kochen auch nur möglichst wenig Wasser dazu, so dass du das Kochwasser vollständig zum pürieren nutzen kannst – lieber hinterher noch etwas Wasser dazu geben, falls es zu wenig ist ????

      Genau Obstmus kann gekochtes, püriertes Obst sein, es kann aber auch roh sein: Erdbeeren, Mango, Melone etc. musst du nicht vorher kochen. Ab 6 Monaten ist theoretisch rohes Obst möglich. Es ist jedoch besser bekömmlich, wenn es gekocht ist.

      Antworten
  5. Hallo, den Saft und das Öl soll man ja erst nachträglich dazu geben. Aber wenn ich jetzt alles in einen Eiswürfelbehälter gebe und mir anfangs immer nur 1 Würfel entnehme wieviel Saft und Öl muss dann rein? Die im Rezept angegebenen Maße sind ja für den gesamten Brei oder? Vielen Dank im Voraus!

    Antworten
    • Hallo Jenny, das Einfrieren in Eiswürfelbehälter empfiehlt sich nur zu Beginn der Beikost, wenn man reinen Gemüsebrei gibt, dann brauchst du eigentlich noch keinen Saft und Öl dazugeben. Den Saft „musst“ du erst beim vollständigen Mittagsmenü mit Fleisch oder Getreide für die verbesserte Eisenaufnahme hinzugeben. Öl empfehle ich erst zusammen mit den Kartoffeln ab der 2. Woche, dann solltest du tröpfchenweise beginnen und die Menge dann auf 1 EL für die gesamte Portion von ca. 180g Brei steigern. Wenn dein Baby dann z.B. die halbe Portion schaffst, kannst du etwa 1 TL dazu geben, bei einer viertel Portion 1/2 TL Öl usw. Es kommt hier nicht auf den Mililiter genau an, etwas zu viel Öl ist nicht „schlimm“. Viele Grüße Natalie

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  6. Hallo Natalie,

    wie ist das denn mit der Zugabe von Getreide bei der vegetarischen Variante, wenn das Kind dann schon stückig bzw. „normal“ isst? Wie, was, in welcher Form, wieviel… kommt an vegetarisches Mittagessen wie als Beispiel Nudeln mit Gemüse?

    Lg Sarah

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    • Hallo Sarah,

      in der vegetarische Ernährung werden Fleisch- und Fisch durch Getreide, Hülsenfrüchte, Nüsse oder Soja ersetzt, diese liefern z.B. Eiweiß und Eisen. Soja würde ich für Kleinkinder persönlich nicht oder nur selten empfehlen. Du kannst aber z.B. eine vegetarische Bolognese mit roten Linsen zu den Nudeln anbieten oder eine Grünkern-Bolognese. Viele Grüße Natalie

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  7. Halli hallo.
    Mein Sohn will keinen Brei ihm ist das festere lieber so BLW aber selber isst er es auch nocht mit den Fingern… Wie soll man da dann tun wegen der Vitamine die normal in den Brei kommen? Witzigerweis will er den abendbrei schon…

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    • Hallo Katja, auch Fingerfood enthält viele Nährstoffe. Du kannst z.B. Gemüse leicht dünsten oder Obst anbieten. Auch Kartoffeln oder Vollkornnudeln sind prima Fingerfood. Viele Grüße Natalie

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  8. Hallo Natalie,
    danke für den tollen Beitrag. Ich habe eine vielleicht dumme Frage, traue mich jetzt aber einfach. Kann man denn das Gemüse, die Kartoffel und den Brei auch einzeln füttern? Ich finde es schade, dass das Kind immer alles gemischt bekommt. Das ist vom Geschmacksrrlebnis ja nicht so toll.
    Danke für deine Zeit und Mühe!
    Christina

    Antworten
    • Hallo Christina,
      wenn du das möchtest, kann du das natürlich machen :-) Viele Grüße Natalie

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  9. Hallo Natalie,

    ich bin froh, dass ich zu Beginn der Beikosteinführung Deine Seite entdeckt habe :) Du hast mir schon ganz viele Fragezeichen genommen, vielen Dank! Eine Frage habe ich noch: Kann man statt Öl auch Butter dem Brei hinzu geben? Wenn ja, wieviel?

    Lieben Dank und viele Grüße Corinna

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    • Hallo Corinna,

      ja das geht auch, wobei pflanzliche Fette deutlich mehr Vorteile ggü. tierischen Fetten haben. 1 TL Öl entspricht etwa 5 g Butter und 1 EL ca. 10 g Butter. Viele Grüße Natalie

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  10. Hallo Nathalie, ich bin so froh auf deine Seite gestoßen zu sein!! Ich habe eine Frage. Ich kaufe das Fleisch beim Metzger und friere es ungekocht ein. Wie taue ich es am besten auf? Ist es besser, es erstmal separat zu kochen und dann zum Gemüse zu geben? Oder aufgetaut und mit dem rohen Gemüse? Lieben Gruß

    Antworten
    • Hallo Angela, beides ist möglich, du kannst das Fleisch auftauen lassen und separat kochen oder mit dem Gemüse zusammen. Ich persönlich koche ich meinen Rezepten alles zusammen, weil ich es praktischer finde, aber das ist am Ende einfach eine Entscheidung, wie man es lieber mag :-)
      LIebe Grüße Natalie

      Antworten

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